Ein eigenes Haus zu bauen oder eine Wohnung zu renovieren, ist für viele Menschen ein großer Traum. Doch was passiert, wenn beim Bau schwere Fehler gemacht werden? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich die österreichische Sendung „Pfusch am Bau“. Auch 2026 ist das Thema noch aktuell: Die Sendung ging mit neuen Fällen und dem Bausachverständigen Günther Nussbaum in eine weitere Staffel.
In den neuen Fällen geht es um Probleme, die für die betroffenen Familien weitreichende Folgen haben können. In Hitzendorf in der Steiermark wurde beispielsweise festgestellt, dass Wasser in die Holzkonstruktion eines Hauses eingedrungen war. Dadurch kam es zu starken Vermorschungen. In Katzelsdorf musste sich eine Familie nach einem Brand mit einer mangelhaften Sanierung auseinandersetzen. Ein weiterer Fall in Seiersberg beschäftigte sich mit einem Keller, der trotz Abdichtung weiterhin nass wurde.
Für die Betroffenen sind solche Baumängel nicht nur ärgerlich, sondern können auch enorme finanzielle Belastungen bedeuten. Besonders problematisch wird es, wenn bereits viel Geld in ein Haus investiert wurde und anschließend weitere Kosten für Reparaturen entstehen. In einer 2026 ausgestrahlten Folge wurde etwa über ein Architektenhaus in der Nähe von Wien berichtet, für das die Bauherren bereits rund 260.000 Euro bezahlt hatten. Trotzdem stellte Günther Nussbaum massive Mängel fest, unter anderem an der Fassade und am Dach.
Die Sendung zeigt damit ein Problem, das über einzelne Fernsehfälle hinausgeht. Beim Hausbau müssen viele verschiedene Firmen, Handwerker und andere Beteiligte zusammenarbeiten. Fehler können deshalb schwerwiegende Folgen haben. Für Laien ist es außerdem oft schwierig zu erkennen, ob eine Arbeit tatsächlich fachgerecht ausgeführt wurde.
Günther Nussbaum versucht in der Sendung, solche Mängel aufzudecken und den Betroffenen zu helfen. „Pfusch am Bau“ ist dabei eine Mischung aus Unterhaltung und praktischer Hilfestellung. Die Fälle sollen zeigen, worauf Bauherren achten sollten und welche Folgen schlecht ausgeführte Arbeiten haben können.
Dass das Thema auch außerhalb der Sendung relevant ist, zeigt außerdem Nussbaums weiterhin bestehende Beschäftigung mit Bautechnik und Baurecht. Sein Bauhandbuch „(K)ein Pfusch am Bau“ erschien 2025 bereits in vierter Auflage und wurde auch in der Österreichischen Bibliografie 2026 verzeichnet.
„Pfusch am Bau“ ist deshalb auch 2026 mehr als eine Sendung über kaputte Dächer oder feuchte Keller. Die Fälle zeigen, wie schnell der Traum vom eigenen Zuhause zu einem großen finanziellen und persönlichen Problem werden kann. Gleichzeitig macht die Sendung darauf aufmerksam, wie wichtig eine sorgfältige Planung, Kontrolle und fachgerechte Ausführung beim Bauen sind.
Veröffentlicht am 01.09.2026
Bild: www.joyn.at

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