GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Fast die Hälfte aller in unserer Flora vorkommenden Pflanzenarten gilt mittlerweile als gebietsfremd, sogenannte Neophyten. Der überwiegende Teil davon ist harmlos, doch rund ein Prozent gilt als invasiv – und genau diese wenigen Arten sorgen zunehmend für Probleme in Gärten, an Böschungen und entlang von Gewässern. Wer beim nächsten Gartenrundgang genauer hinschaut, findet sie häufiger, als man denkt.

Besonders bekannt ist der Riesenbärenklau: Seine Pflanzensäfte werden im Zusammenspiel mit Sonnenlicht phototoxisch und können bei Hautkontakt zu schweren, verbrennungsähnlichen Ausschlägen führen. Gerade für spielende Kinder ist das eine reale Gefahr. Auch die Beifußblättrige Ambrosie (Ragweed) macht Sorgen, ihre Pollen zählen zu den stärksten Allergieauslösern überhaupt – Verdachtsfälle sollten den zuständigen Stellen gemeldet werden.

Dazu kommen Arten wie der Japanische Staudenknöterich, das Drüsige Springkraut oder der Götterbaum, die heimische Pflanzen verdrängen, Uferböschungen destabilisieren und teils erhebliche Schäden an Infrastruktur verursachen. Eine EU-Verordnung listet aktuell 88 invasive Arten, deren Haltung, Transport und Verkauf unionsweit verboten sind, 32 davon kommen auch bei uns vor. In mehreren Bundesländern ist zudem das Ausbringen gebietsfremder Pflanzen in der freien Natur ausdrücklich untersagt.

Praktischer Tipp: Vor dem nächsten Pflanzenkauf lohnt ein Blick auf die Herkunft der Setzlinge, und wer verdächtige Bestände im eigenen Garten entdeckt, sollte fachgerecht und rechtzeitig handeln, bevor sich die Pflanzen weiter ausbreiten. Einmal etabliert, ist die Bekämpfung aufwendig, langwierig und oft teuer.

Quelle: Umweltbundesamt Österreich, Wiener Umweltberatung (umweltberatung.at), Land Niederösterreich (Abteilung Naturschutz), meinbezirk.at (Burgenland-Neophytenoffensive)

Image by ASSY from Pixabay

Veröffentlicht am 01.09.2026