Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster verändern den Umgang mit Wasser im eigenen Garten spürbar. Höhere Verdunstungsraten und häufigere Extremwetterereignisse sorgen dafür, dass weniger Wasser in den Boden einsickert und sich das Grundwasser langsamer erneuert. Gleichzeitig führen Starkregenereignisse dazu, dass große Wassermengen einfach oberflächlich abfließen, statt dem Garten zugutezukommen.
Eine einfache Gegenmaßnahme ist die Regenwassernutzung über eine Zisterne. Das Prinzip: Regenwasser wird über die Dachfläche gesammelt, gefiltert und in einem Tank gespeichert – von dort aus lässt es sich für die Gartenbewässerung, die Waschmaschine oder die WC-Spülung nutzen. Am Beispiel eines Einfamilienhauses mit 120 Quadratmetern Dachfläche und rund 900 Millimeter Jahresniederschlag lassen sich so deutlich mehr als genug Liter für Garten, Toilette und Waschmaschine eines Vierpersonenhaushalts sammeln. Selbst in niederschlagsärmeren Regionen mit nur 600 Millimeter Jahresniederschlag ergeben sich noch rund 57.600 Liter jährlich.
Für Familien mit Kindern ist das gleich doppelt interessant: Ein voller Gartenteich oder eine Regentonne bietet nicht nur eine kostengünstige Wasserquelle für heiße Sommertage, sondern entlastet auch die Kanalisation bei Starkregen und spart bares Geld, da Trinkwasser zunehmend teurer wird. Wichtig ist dabei, sich vorab bei der zuständigen Gemeinde zu informieren, da bei anhaltender Trockenheit regional Einschränkungen für die Gartenbewässerung möglich sind.
Quelle: pieno.at, Ratgeber „Regenwassernutzung – Zisterne, Kosten und Förderung“ (Stand April 2026); Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, „Trockenheit: Fragen zur Wasserversorgung“
Veröffentlicht am 22.07.2026

Qualitätsbetriebe.com
Bauherrenhilfe.tv








