Während Batteriespeicher inzwischen vielen Hausbesitzern bekannt sind, gibt es eine weniger bekannte Technologie, die ebenfalls Energie speichern kann: Phasenwechselmaterialien (PCM).
Diese Materialien können Wärme aufnehmen und wieder abgeben, indem sie ihren Aggregatzustand verändern. Vereinfacht gesagt schmilzt das Material bei einer bestimmten Temperatur und speichert dabei Energie. Sinkt die Temperatur später wieder, gibt das Material die gespeicherte Wärme ab.
Der große Vorteil besteht darin, dass die Temperatur in Innenräumen stabilisiert werden kann. Räume heizen sich langsamer auf und kühlen langsamer aus. Dadurch sinkt der Bedarf an Heiz- und Kühlenergie.
PCM können beispielsweise in Trockenbauplatten, Deckenelementen oder speziellen Baustoffen integriert werden. Besonders interessant ist die Technologie für moderne, gut gedämmte Gebäude, in denen bereits kleine Temperaturänderungen spürbare Auswirkungen auf den Wohnkomfort haben.
Forschungsarbeiten zeigen zudem, dass Phasenwechselmaterialien in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen und intelligenten Energiemanagementsystemen zusätzliche Einsparungen ermöglichen können. Die Materialien übernehmen dabei teilweise die Funktion eines thermischen Speichers und können überschüssige Energie zeitversetzt nutzbar machen.
Noch sind PCM-Lösungen kein Standard im Wohnbau. Mit steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und sommerlichen Hitzeschutz könnte sich dies jedoch ändern. Für Bauherren und Planer, die nach innovativen Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs suchen, gehören Phasenwechselmaterialien zu den spannendsten Entwicklungen der kommenden Jahre.
Quelle:Rahimpour, Verbic & Chapman: „Can phase change materials in building insulation improve self-consumption of residential rooftop solar?“| Forschung zu PCM-Anwendungen in Gebäuden und Energiespeichersystemen.
Veröffentlicht am 03.06.2026

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