Nach den extremen Kostensprüngen der Jahre 2021 bis 2023 zeigt sich heuer ein anderes Bild: Der Baukostenindex ist zwar weiterhin hoch, die Dynamik hat sich aber spürbar beruhigt. Für 2026 rechnen Fachleute nur noch mit einer moderaten Steigerung von rund 2 bis 4 Prozent – deutlich weniger als in den Vorjahren, in denen zweistellige Sprünge keine Seltenheit waren.
Die Gründe dafür liegen vor allem bei den Lieferketten, die sich nach den Verwerfungen der Coronajahre weitgehend normalisiert haben, und bei einer gedämpften Nachfrage. Weil in den vergangenen zwei Jahren deutlich weniger Bauprojekte gestartet wurden, konkurrieren aktuell weniger Bauherren um dieselben Handwerker- und Materialkapazitäten. Für ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus müssen derzeit zwischen 2.200 und 3.500 Euro pro Quadratmeter einkalkuliert werden, wobei die Spanne je nach Region und Ausstattung stark schwankt.
Wer aktuell plant, sollte trotzdem einen Sicherheitspuffer einrechnen, da vor allem die Lohnkosten durch anhaltenden Fachkräftemangel weiter steigen. Gleichzeitig gewinnen langfristige Trends wie Kreislaufwirtschaft bei Baustoffen und strengere Energiestandards durch die EU-Gebäuderichtlinie an Bedeutung – beides Faktoren, die die Kalkulation der kommenden Jahre mitbestimmen werden.
Quelle: Bauherrenhilfe.org, finanzinfo.at, baukostenplan.de (Stand 2026)
veröffentlicht am 17.08.2026

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