GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Verträge werden unterschrieben, eingescannt, fotografiert und per Mail verschickt – obwohl digitale Signaturen längst verfügbar sind. Gerade in der Bau- und Immobilienbranche sorgt das regelmäßig für Unsicherheit.

Viele Unternehmen verwechseln eine einfache eingefügte Bild-Unterschrift mit einer echten digitalen Signatur. Rechtlich ist das jedoch nicht dasselbe. Während manche Verträge grundsätzlich formfrei sind, können bei größeren Projekten, Nachträgen oder Haftungsfragen unklare Unterschriften später zum Problem werden.

Besonders heikel wird es bei kurzfristigen Freigaben auf Baustellen. Änderungsaufträge, Zusatzkosten oder Terminverschiebungen werden oft schnell per Mail oder Messenger bestätigt. Kommt es später zum Streit, stellt sich häufig die Frage, ob die Zustimmung überhaupt eindeutig nachweisbar war.

Digitale Signaturen bieten hier Vorteile: Dokumente können nachvollziehbar signiert, archiviert und zeitlich dokumentiert werden. Das reduziert Missverständnisse und spart gleichzeitig Papierarbeit. Trotzdem halten viele Betriebe weiterhin an ausgedruckten Unterlagen fest – häufig aus Gewohnheit oder Unsicherheit im Umgang mit digitalen Lösungen.

Für Bauträger, Handwerksbetriebe und Immobilienunternehmen wird das Thema aber immer wichtiger. Gerade bei größeren Projekten mit vielen Beteiligten können klare digitale Prozesse helfen, Streitigkeiten und Verzögerungen zu vermeiden.

Quelle: WKO – Haftungsgrundlagen im Bauwesen

Veröffentlicht am 27.05.2026