GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
Vorsicht bei diesen Firmen  Spenden gegen Pfusch am Bau  Newsletter abonnieren  Bessere-Welt-Prämie

Ein Totalversagen an dem mit Steinwolle und Silikonharzputz ausgeführten Wärmedämmverbundsystem. Und keiner will schuld sein. Aufgrund mikrobiellen Befalls im Fußbodenaufbau und üblem Geruch hat sich der Hausherr zu einer Sofortmaßnahme überreden lassen. Damit sind die Beweise teilweise bereits vernichtet. Das dürfte die „BMZ Bau GmbH.“, Geschäftsführer Mirnes Brica, für sich verwenden. Er möchte nicht in den Schaden eintreten, auch keine Versicherungsmeldung an seine Haftpflichtversicherung erstatten. Die Pflicht dazu ergibt sich -lt. Anwalt- erst nach konkreten Forderungen zum Schadenersatz und entlang der üblichen Versicherungsbedingungen.

 

+++++++++++++++++

Dem üblichen Reflex nach, schickt Brica einen Mitarbeiter vom Systemgeber -dem Hersteller- der Fassade, der meint, dass Risse bis 0,2mm Rissbreite zulässig und nicht bauschädlich sind. Was so nicht stimmt. Auch beim Silikonharzputz beginnt kapillare Aktivität bei rund 0,05mm, der Kapillarsog wandelt sich erst bei Rissbreiten von rund 0,2mm in ein abtropfen, bzw. rinnendes Wasser. Nachteiliger wirkt Silikatputz, er ist zwar hydrophob eingestellt, „verglast“ aber mineralisch. Wasser wird nicht zwingend abgestoßen, sondern auch schon bei Rissen unterhalb von 0,1mm eingesaugt und weitertransportiert. Ein 0,1mm-Riss ist noch keine „Fuge“, es ist eine „aktive Kapillare“. Bei der ungeschützten Wetterseite ist ein Silikonharzputz die bessere Wahl. In beiden Fällen muss hier etwas schiefgelaufen sein. Temperaturbedingte Spannungen, fehlerhafte Grundierung, nass verbaute Steinwolle, alter Putz und oftmals ein im oberen Bereich verlegtes Textilglasgitter, welche für Risse und eindringendes Wasser sorgen. Die Steinwolle saugt sich voll und bleibt lange feucht. Durch die Sonneneinstrahlung entsteht ein schnelles Austrocknen an der Oberfläche, womit Zwangsspannungen entstehen. Es kommt zu Spannungsinseln (Krakeele) und lokalen Versinterungen.

+++++++++++++++++

 

Der Systemgeber (Hersteller) würde einen Materialersatz nur für den Putz anbieten, aber der Geschäftsführer der Fassadenfirma möchte die Steinwolledämmung belassen, er weigert sich zuerst in den Schaden einzutreten. Immerhin hat Mirnes Brica die nassen Steinwolledämmplatten entfernt, aber auch da ist der nächste Schaden vorprogrammiert. Die Ziegelfassade ist ungeschützt geblieben, das Gerüst wurde abgebaut! Jetzt kann Wasser auf der wetterseitigen Fassade ungehindert in das Haus eindringen.

++++++++++++

 

Erstanschreiben des geschädigten Häuslbauers:

++++++++++++

 

„Etwas zeitverzögert nach schweren Regenfällen im Sommer 2025, kam es an unserem Haus, zur wetterseitigen Fassade hin, zu massiven Geruchsbelästigungen. Messungen haben ergeben, dass es sich dabei um Ammoniak handelt, eine für schädlich nasse Steinwolledämmplatten angeblich übliche Geruchsbelästigung. Das Fassadensystem ist von Saint-Gobain und durch eine Baufirma „BMZ-Bau GmbH.“ aufgebracht worden. In Folge hat sich herausgestellt, dass die Dämmplatten massiv durchnässt und der Putz für die Anwendung ungeeignet ist. Es gab einen Vorschlag des Vertragspartners (BMZ) zur Putzsanierung, jedoch mit Verbleib der nassen und mikrobiell befallenen Steinwolledämmplatten. Die Steinwolle sollte im kommenden Sommer durch den neuen Putz austrocknen können. Ich wollte nach Rücksprache mit Experten diese Vorgehensweise NICHT akzeptieren. Mittlerweile stellt sich nach Analysen durch Sachverständige der Innenraumanalytik heraus, dass auch der an der Außenwand anstehende Fußbodenaufbau kontaminiert, bzw. nass und mit Schimmelpilzen befallen ist!!!

++++++++++++

 

Übler Nachsatz: Eine Steinwolledämmung wäre brandschutztechnisch gar nicht nötig gewesen. Die Kombination EPS-Dämmplatten mit Silikatputz, oder besser noch Silikonharzputz hätte besser funktioniert.

++++++++++++

Die „BMZ Bau GmbH.“ aus Mattersburg, Geschäftsführer Mirnes Brica, ist mit einem eingeschränkten Baugewerbe bei der WKO registriert. (Kein Baumeistergewerbe)

 

Haben Sie Erfahrungen mit der oben genannten Firma – unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ sind – freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter marketing@bauherrenhilfe.org

 

    

 

Veröffentlicht am 04.05.2026