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Sechs Schritte zum trockenen Keller

Der nachfolgende ACO-Artikel wird von der Bauherrenhilfe empfohlen. Ergänzung: Bauen sie ihren Keller in WU-Betonbauweise, verflämmen sie bei „Wohnkeller-Nutzung“ dennoch eine Lage Flämmbahn vollflächig auf die Kellerwände UND auf die Bodenplatte! Dämmplatten im Grundwasser müssen übrigens VOLLFLÄCHIG auf die Wände geklebt werden.

Noppenbahnen OHNE Vlieskaschierung als Schutzlage für die Dämmung empfehlen wir nicht. Begründung: Bei Erdsetzungen kann es zu Beschädigung von Dämmung und Abdichtung kommen. Achtung! Dichtbeton muss fachgerecht verarbeitet werden, nur der hochwertige Beton alleine macht noch keinen „Dichtbetonkeller“ aus. Aber jetzt zum Hauptartikel von ACO: Um sich vor starken Regenfällen und Hochwasser zu schützen, bedarf es baulicher Maßnahmen – und zwar bereits im Neubau.

Die ACO Passavant gibt wertvolle Tipps zur Prävention:

1. Wasserundurchlässiger Beton: Man sollte beim Eigenhaus-Bau Dichtbeton verwenden. Darüber hinaus müssen Kellerwände mit außenliegender Dämmung ausgeführt werden.

Dämmstoffe sollten aus extrudierten Polystyrol-Hartschaumplatten oder Schaumglas bestehen. Wichtig ist, dass die außenliegende Dämmschicht  auch beim Zuschütten der Baustelle unbeschädigt bleibt, weil sie sonst einen Gutteil ihrer Schutzwirkung verlieren würde.

2. Fugenband: Wo Bodenplatte und Kellerwand aneinanderstoßen, entsteht naturgemäß eine Fuge. Um hier Wassereintritt zu vermeiden, setzt man ein Fugenband aus einem besonders widerstandsfähigen Kunststoff (PVC) ein, das in die Schalung eingebunden wird. Das Fugenband beginnt in der Bodenplatte und wird dann 20 bis 25 cm in der Außenwand hochgezogen. So versperrt es dem Wasser den Weg durch die Fuge. Beim Einfüllen und Rütteln des Betons ist entsprechend sorgsam vorzugehen, sodass das Fugenband nicht geknickt oder beschädigt wird. Fehlerhafte Verarbeitung in diesem Bereich ist nur sehr schwer sanierbar.

3. Rohrdurchführungen: Eine Durchdringung der Außenmauern lässt sich im Keller nicht vermeiden, weil  verschiedene Rohrleitungen und Kabel von innen nach außen und umgekehrt geführt werden müssen. Wichtig ist, diese Durchdringungen wasserundurchlässig herzustellen.

Dazu gehört, dass sie die Bauteile rechtwinkelig durchstoßen. Längsgeführte Leitungen in Fundamentplatten oder Kellerwänden sind auf jeden Fall zu vermeiden. Der Schwachpunkt ist der Zwischenraum zwischen Wandung und Leitung. Er muss sorgfältig mit Dichtungsmaterial ausgefüllt und abgedichtet werden. Das Einsetzen von Rückstauklappen ist zwar teilweise im Nachhinein möglich, sollte jedoch trotzdem bereits bei der Planung beachtet werden.

4. Hochwasserdichte Leibungsfenster: Konventionelle Kellerfenster sind bei Hochwasser besonders kritisch, außer sie sind speziell ausgerüstet wie das hochwasserdichte Leibungsfenster von ACO, die sich durch Zuverlässigkeit und Einbruchschutz auszeichnen.

5. Druckwasserdichter Lichtschacht: Wasser, das nicht versickern kann, steigt nach oben – und findet sehr oft einen Ausweg in Lichtschächten, wo es dann gegen die Kellerfenster drückt.

Das lässt sich verhindern, wenn man druckwasserdichte Lichtschächte aus glasfaserverstärktem Kunststoff verwendet, wie ACO sie anbietet.

6. Rückstauklappe im Keller: Entscheidend ist, die tiefliegende Kanalisation im Gebäude sowie die Abflüsse in den Bodenplatten gegen Rückstau zu sichern.

Dafür bietet ACO hochwertige Rückstausysteme, die sich durch ihre Konstruktion und den modularen Aufbau auch in der Sanierung einsetzen lassen. Zusätzlich empfehlen die Experten von ACO auch alle Abwasserrohre mit Rückstauklappen auszustatten, eine Maßnahme, die sich rasch und kostengünstig umsetzen lässt und vielen Schäden vorbeugt. 

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4 Gedanken zu „Sechs Schritte zum trockenen Keller


  1. Schöner Beitrag. Das kann wirklich helfen.


  2. Guten Tag,

    um die Lichtschächte wasserdicht auf den Keller zu montieren gibt es zwei Varianten.
    Bei der ersten Variante wird der Lichtschacht direkt an der Kellerwand montiert. Voraussetzung dafür ist ein Dichtbetonkeller ohne zusätzliche bituminöse Abdichtung. Das hier verwendete Dichtmittel ist mit Bitumen nicht kompatibel. Der Nachteil bei dieser Varainte ist eine Kältebrücke. Zusätzlich wird ein verkürzter Rost benötigt da der Lichtschacht unter die Dämmung ragt und man sonst den Standardrost nicht mehr abheben kann.
    Die zweite Variante kann sowohl für eine weiße als auch für eine schwarze Wanne verwendet werden. Schwarze Wanne bedeutet ein Keller mit bituminöser Abdichtung. Hierzu benötigt man den ACO Therm Block, der dicht auf die Kellerwand geklebt wird. Anschließend wird auf den Therm Block ebenfalls der Lichtschacht dicht montiert. Der Therm Block ersetzt die Dämmung. Es gibt somit keine Kältebrücke. Ein weiterer Vorteil des Therm Block ist, dass dieser nicht mit der Kellerwand verschraubt werden muss und die Abdichtung des Kellers somit nicht beschädigt wird.
    Weitere Informationen finden sie unter folgenden Link:

    http://www.aco.co.at/bauelemente/8584.html

    Mit besten Grüßen,

    Gustav Benkö

  3. Andreas says:  

    Die Lichtschächte kommen immer als letztes auf die Isolierung (bei Ihrem Fall XPS). Sonst würde man durch den Lichtschacht eine Kältebrücke erzeugen. Deshalb sind die Lichtschächte auch immer um einiges größer als die Fensteraussparungen, um mit den Schrauben nicht den Rahmen zu beschädigen.

  4. nina zump says:  

    Hallo!
    Wo und wie werden die Lichtschächte montiert? Auf oder unter das xps? Wir planen ein Passivhaus mit eingepacktem Keller der jedoch nicht beheizt wird. Lg Nina

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