Die Bauwirtschaft in Österreich steht 2025/2026 vor einer beispiellosen Herausforderung im Wohnungsbau: Die Zahl der fertiggestellten neuen Wohnungen ist in den letzten Jahre drastisch gesunken und liegt auf einem Niveau, das zuletzt vor über einem Jahrzehnt zu beobachten war. Laut aktuellen Daten von Statistik Austria sank die Anzahl der genehmigten neuen Wohnungen in 2024 um rund 8,5 % auf 32.100 Einheiten, was den niedrigsten Stand seit 2010 darstellt. Gleichzeitig wird für 2025 nur ein Fertigstellungsvolumen von etwa 25.200 Wohneinheiten erwartet, verglichen mit mehr als 46.000 drei Jahre zuvor – ein Rückgang um mehr als 40 %. Besonders hart trifft der Rückgang privat finanzierte Mietwohnungen, bei denen die Fertigstellungen von rund 7.600 in 2024 auf nur etwa 4.700 in 2025 fallen. (bta.bg<-)
Gründe für diese Entwicklung sind hohe Bau- und Finanzierungskosten, steigende Zinsen, strenge Vorschriften und der administrative Aufwand bei Neubauprojekten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnungen mit Außenflächen wie Garten, Terrasse oder Balkon hoch.
Die Konsequenzen sind ein knapper Wohnraum, steigende Preise und Herausforderungen für Bauträger und Investoren. Strategien zur Stabilisierung umfassen verstärkt modulare Bauweisen und Kooperationen mit öffentlichen Trägern.
(Veröffentlicht am 06.02.2026)
(Bildquelle: Sam Jotham Sutharson auf Pixabay)

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