GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Der flächendeckende Austausch alter Ferraris-Stromzähler gegen digitale Smart Meter ist mittlerweile praktisch abgeschlossen: Laut E-Control waren Ende 2025 rund 97 Prozent aller Zählpunkte umgerüstet. Damit gehört das Land im europäischen Vergleich zu den Vorreitern, während etwa in Deutschland die Durchdringung laut Branchenexperten noch im einstelligen Prozentbereich liegt. Für Haushalte, die noch keinen Smart Meter haben, sind fehlende Geräte inzwischen echte Einzelfälle.

Der abgeschlossene Rollout ist aber nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern die Grundlage für mehrere neue Regelungen, die 2026 direkt daran anknüpfen. Seit 1. April gilt etwa der neue SNAP-Tarif (Sommer-Nieder-Arbeitspreis), ein erster Baustein zeitvariabler Netzentgelte, weitere mit Abend- und Nachtunterscheidung sind bereits von der E-Control vorgeschlagen. Auch dynamische Stromtarife, die sich stundenweise am Börsenpreis orientieren, setzen einen aktiven Smart Meter zwingend voraus.

Besonders relevant ist das für Besitzer einer Wallbox: Ladepunkte ab 11 kW gelten bereits jetzt als anmeldepflichtige Verbrauchseinrichtung, ab über 12 kW sogar als genehmigungspflichtig, da Netzbetreiber bei Belastungsspitzen künftig regelnd eingreifen können sollen. Auch die Teilnahme an einer Energiegemeinschaft, etwa um selbst erzeugten PV-Strom mit Nachbarn zu teilen, ist ohne Smart Meter grundsätzlich nicht möglich. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) werden ab 2026/2027 zudem Viertelstundenwerte schrittweise zum Standard, wodurch sich Verbrauch und PV-Überschuss künftig deutlich genauer abrechnen lassen.

Quelle: E-Control (e-control.at), Oesterreichs Energie (oesterreichsenergie.at)

Veröffentlicht am 07.09.2026