GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Schlafzimmer, meist bei geschlossener Tür und geschlossenem Fenster. Genau dann steigt der CO₂-Gehalt der Raumluft stark an, weil wir die ganze Nacht ausatmen und kaum Frischluft nachströmt. Gemessene Werte liegen in solchen Räumen oft bei 2.500 bis 3.000 ppm, also etwa dem Dreifachen der empfohlenen Höhe.

Forschende der Technischen Universität Dänemarks haben untersucht, was das für den Schlaf bedeutet. Sie verglichen zwei Nächte-Serien in baugleichen Wohnheimzimmern nördlich von Kopenhagen. Ein Ventilator, der über einen CO₂-Sensor gesteuert wurde, brachte in einer Variante Außenluft ins Zimmer.

Der Unterschied war deutlich: Mit Zuluft lag der CO₂-Wert im Schnitt bei etwa 835 ppm, ohne bei etwa 2.395 ppm. Die Teilnehmenden empfanden die Luft bei guter Belüftung als frischer, bewerteten ihren geistigen Zustand besser und fühlten sich ausgeruhter.

Wichtig für die Einordnung: Die Studie arbeitete mit Studierenden und kleinen Gruppen. Fachleute betonen selbst, dass es erst wenige Forschungsgruppen gibt, die Schlafzimmerluft untersuchen. Für Kinder lässt sich daraus nichts direkt ableiten, und ein Beweis für jede Schlafstörung ist es auch nicht.

Praktisch lässt sich trotzdem etwas mitnehmen. Querlüften vor dem Zubettgehen, ein gekipptes Fenster oder eine leicht geöffnete Tür helfen. Wer es genau wissen will, stellt ein CO₂-Messgerät ins Schlafzimmer und sieht über Nacht, wie die Werte steigen. Bei Neubau und Sanierung lohnt es sich, eine Lüftung mit Zuluft für Schlafräume gleich mitzuplanen.

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Veröffentlicht am 08.10.2026