Die Anforderungen an Neubauten verändern sich derzeit grundlegend. Während bislang vor allem die Energieeffizienz im Mittelpunkt stand, rückt nun das Konzept des Nullemissionsgebäudes in den Fokus. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, sondern auch darum, den verbleibenden Bedarf durch erneuerbare Energiequellen zu decken. Für Bauherren, Projektentwickler und Bauunternehmen bedeutet das eine neue Planungsrealität.
Besonders interessant ist dabei, dass die Vorgaben bereits heute Auswirkungen auf Bauprojekte haben. Wer aktuell ein Gebäude plant, das in 30 oder 40 Jahren noch wirtschaftlich genutzt werden soll, muss zukünftige Anforderungen berücksichtigen. Gebäude mit schlechter Energiebilanz könnten langfristig an Wert verlieren oder hohe Nachrüstkosten verursachen. Deshalb setzen immer mehr Planer auf eine Kombination aus hochwertiger Gebäudehülle, Photovoltaik, Wärmepumpe und intelligenter Gebäudesteuerung.
Für private Bauherren bietet dies die Chance, langfristig niedrigere Betriebskosten zu erzielen. Für Unternehmen kann eine zukunftssichere Bauweise zudem ein Wettbewerbsvorteil sein. Besonders im gewerblichen Bereich werden Energiekennzahlen bei Vermietung, Verkauf und Finanzierung zunehmend wichtiger. Wer heute baut, sollte deshalb nicht nur die aktuellen Vorschriften erfüllen, sondern bereits die nächsten Entwicklungsstufen mitdenken.
Quelle: Deloitte Österreich – Die neue EU-Gebäuderichtlinie: Countdown bis 2026 | Klimaaktiv – Die neue EU-Gebäuderichtlinie EPBD | WKO Bundesinnung Bau – Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie EPBD in Österreich
Veröffentlicht am 08.06.2026

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