Für Haustechnik und Bauprodukte tritt eine bedeutende Neuerung in Kraft: Seit dem **8. Jänner 2026 gilt die neue EU-Bauprodukteregulation 2024/3110/EU auch in Österreich. Diese ersetzt die bisherige Regelung aus 2011 und bringt wichtige Änderungen für Hersteller, Händler und Bauunternehmen mit sich.
Was ändert sich für Bauprodukte?
Die neue Regulierung zielt darauf ab, ökologische Anforderungen und Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. Für Bauherr:innen und Firmen bedeutet das konkret:
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Nachhaltigkeitskennzeichnung: Bauprodukte müssen künftig Informationen zum Umwelt- und Recycleteil bereithalten — ein Schritt in Richtung grünere Baustoffwahl.
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Digitaler Produktpass: Langfristig sollen digitale Produktdaten verfügbar sein, was Planungs- und Dokumentationsprozesse erleichtern kann.
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CE-Markierung bleibt gültig, wird aber schrittweise an neue Standards angepasst.
Konsequenz für Bauunternehmen: Bereits bei Ausschreibungen und Materialbestellungen müssen Firmen prüfen, ob Produkte den neuen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen — gerade bei Dämmstoffen, Fenstern oder Fassadenelementen.
Energetische Anforderungen und Wärmeschutz
Parallel zu den Produktregeln arbeitet die Branche an überarbeiteten OIB-Richtlinien, insbesondere an Richtlinie 6 (Energieeinsparung & Wärmeschutz) mit Ziel-Umsetzung bis Mitte 2026. Diese Richtlinie beeinflusst, wie Gebäude gedämmt und technologisch ausgestattet werden, und ist entscheidend für Energieeffizienz, Förderungen und Baukosten.
Tipp: Bauherr:innen und Techniker sollten frühzeitig mit Lieferanten und Planern sprechen, um konforme Bauprodukte mit Nachhaltigkeitsnachweis zu wählen.
(Bildquelle: Fajrul Islam auf Unsplash)
(Veröffentlicht am 04.02.2026)

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