Ein neuer Schädling sorgt bei Imkerinnen und Imkern für Alarmstimmung: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde erstmals mit einem etablierten Nest nachgewiesen – zuvor gab es nur vereinzelte Sichtungen einzelner Königinnen. Die aus Südostasien stammende Art wurde bereits 2004 nach Frankreich eingeschleppt und hat sich seither über weite Teile Europas ausgebreitet. Inzwischen gelten auch Grenzregionen zu Nachbarländern als betroffen.
Für den Menschen ist die Art in der Regel nicht gefährlicher als heimische Wespen, solange man Abstand zu Nestern hält – problematisch wird es erst bei einer Allergie gegen Insektengift. Deutlich ernster ist die Lage für Honig- und Wildbienen: Die Hornisse lauert heimkehrenden Bienen direkt vor dem Stock im Schwebflug auf und kann durch massenhafte Angriffe ganze Bienenvölker schwächen oder auslöschen. Genetische Nahrungsanalysen zeigen zudem ein sehr breites Beutespektrum, das weit über Bienen hinausgeht.
Erkennen lässt sich die Art an einer dunklen Färbung mit gelben Beinspitzen und einem schmaleren Hinterleib als bei der heimischen Hornisse. Primärnester legt die Königin im Frühjahr klein und versteckt an – etwa in Hecken, unter Dachvorsprüngen oder in Schuppen – bevor daraus im Sommer größere, oft birnenförmige Nester in Baumkronen entstehen. Wer ein verdächtiges Tier oder Nest im eigenen Garten entdeckt, sollte kein eigenes Bekämpfen versuchen, sondern die Sichtung mit Foto dokumentieren und über die offizielle Meldeplattform weitergeben, damit Fachleute das Nest professionell entfernen können.
Quelle: AGES – Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit; Landwirtschaftskammer; Naturschutzbund
Veröffentlicht am 31.08.2026

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