Beton zählt weltweit zu den wichtigsten Baustoffen, steht aber gleichzeitig wegen seines hohen CO₂-Fußabdrucks in der Kritik. Forscher und Unternehmen arbeiten deshalb an neuen Verfahren, bei denen Beton nicht nur Emissionen verursacht, sondern aktiv Kohlendioxid bindet. Dabei wird CO₂ während der Herstellung oder Aushärtung in den Baustoff eingebracht und dauerhaft mineralisch gespeichert.
Das Verfahren nutzt die natürliche Eigenschaft bestimmter Mineralien, mit Kohlendioxid zu reagieren. Dadurch entsteht ein stabiler Bestandteil des Betons, der nicht mehr in die Atmosphäre gelangen kann. Einige Hersteller berichten zudem von verbesserten Materialeigenschaften, etwa einer höheren Festigkeit. Das eröffnet die Möglichkeit, den Materialeinsatz teilweise zu reduzieren und gleichzeitig die Umweltbilanz zu verbessern.
Für Bauunternehmen und Auftraggeber ist die Entwicklung besonders interessant, weil Nachhaltigkeitsanforderungen bei öffentlichen und privaten Bauprojekten stetig steigen. Zwar befindet sich ein Teil der Technologien noch in der Markteinführung, erste Projekte zeigen jedoch, dass CO₂-speichernder Beton künftig eine wichtige Rolle spielen könnte. Der Baustoff der Zukunft könnte somit nicht nur Gebäude tragen, sondern gleichzeitig einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen leisten.
Quelle: CarbonCure Technologies – Technologie zur CO₂-Einbindung in Beton | Global Cement and Concrete Association – Informationen zu Dekarbonisierungsstrategien der Betonindustrie | International Energy Agency (IEA) – Berichte zur Dekarbonisierung der Zement- und Betonproduktion
Veröffentlicht am 23.06.2026

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