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Erdfeuchte Gründerzeithäuser und das entgegenwirken vom kapillaren Feuchtetransport und die thermischer Sanierung

Wie verhält es sich mit Wärmedämmplatten aus Styropor bei feuchten Wänden im Sockelbereich? Ich habe einige Zinshäuser und fast alle sind Gründerzeithäuser und „erdfeucht“. Wie kann ich diese Häuser thermisch sanieren ohne dass die Feuchte immer höher steigt?

In vielen Städten, so auch in Wien, Österreich, prägen noch heute Wohngebäude (Zinshäuser – kommt übrigens von Mietzinshäuser) aus der Gründerzeit ganze Straßenzüge oder gar Stadtviertel.

Dipl.-Ing. (FH) Uwe Morchutt  – Buchautor + Sachverständiger im Bereich Feuchteschutz beschreibt warum das Problem „Erdfeuchte“ bei Gründerzeithäuser besteht, erläutert Sanierungsschwerpunkte im Bezug auf  Feuchteschäden im Keller- und Sockelbereich um einen kapillaren Feuchtetransport und somit aufsteigende Feuchte in den Wänden zu verhindern. Um die historische Fassade zu erhalten erörtert Dipl.-Ing. (FH) Uwe Morchutt die diffusionsoffene Innendämmung mit 50mm dicken Kalziumsilikatplatten um Wärmebrücken zu unterbinden sowie die Möglichkeiten der Primärenergieverbrauchreduzierung!

Resümee: Die Ursache für eine Durchfeuchtung muss immer erst beseitigt werden, bevor überhaupt an das Dämmen gedacht werden kann! Gebäude mit Baujahr vor 1914 prägen das Straßenbild der österreichischen Hauptstadt. Für die Eigentümer ein sehr hoher energetischer Sanierungsaufwand mit enormen Kostenpotential! Es gibt aber wohl keinen Ausweg, um die wertvollen Gebäude zu erhalten!

Gründerzeithäuser – thermische Sanierung von Dipl. Ing. FH Uwe Morchutt

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Ein Gedanke zu „Erdfeuchte Gründerzeithäuser und das entgegenwirken vom kapillaren Feuchtetransport und die thermischer Sanierung

  1. Dipl.- Ing. U. Rinner says:  

    Werte Kollegen,

    Gründerzeithäuser haben entweder eine alte ( nicht funktionsfähige waagerechte und senkrechte
    Sperre ) oder überhaupt keine Absperrung nach DIN 18195.

    Die im Erdreich befindlichen Wandbauteile müssen vorher mittels Elektrophorese / Elektroosmose
    ( elektrophysikalischer Feuchtetransport zum Erdpotential ) entfeuchtetet und teilentsalzt werden.

    Diese Art der Entfeuchtung ist in Österreich seit langer Zeit schon in der Anwendung und auch wir
    haben damit die besten Erfahrungen. Das eigentliche Problem sind allerdings die Anbieter
    und Ausführenden. Hier wird keinerlei Voranalytik dem Bauherrn / Immobilieninhaber angeboten,
    sondern einfach ein Steuergerät installiert, ohne das Umfeld ( Boden – Huminsäuren usw. )
    untersucht zu haben.

    Wir haben ca. 5 000 Steuergeräte als Institut, während der Einbauzeit, beobachten und
    Dokumentieren dürfen. Alle nicht funktionierenden elektrophysikalischen Steuereiheiten
    waren aufgrund falscher Einbaubedingungen fehlerhaft ( ca. 20 % von allen eingebauten
    Steuereinheiten ) und bewirkten eben nicht die gewünschten Entfeuchtungen.

    Als akkreditiertes Prüflabor haben wir selbstverständlich auch einige Systeme im
    Labor untersucht und dazu die Grundlagen geschaffen.

    Institut für BAuwesen
    tel: ++ (0) 341 – 26388101
    Fax ++ (0) 341 24749039

    Handy 0175 596 1177 ( D )

    Mail: institut@ifb-db.de

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