GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Unter dem Namen Energiesprong hat sich in den Niederlanden ein Sanierungskonzept entwickelt, das seit einigen Jahren auch bei uns Fuß fasst: das serielle Sanieren. Statt monatelanger Baustellen mit Gerüst, Lärm und Staub werden dabei im Werk vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente inklusive Dämmung, Fenstern und teilweise integrierter Photovoltaik millimetergenau produziert und anschließend per Kran montiert. Die Datenaufnahme am Gebäude erfolgt vorab per Laserscan, wodurch die Elemente exakt passen.

Der große Vorteil liegt in der Geschwindigkeit: Wo eine klassische thermische Sanierung oft mehrere Monate dauert, sind serielle Projekte laut Branchenangaben in wenigen Wochen abgeschlossen. Für Bewohner bedeutet das eine deutlich kürzere Belastungsphase, für Bauunternehmen eine bessere Planbarkeit und höhere Wiederholgenauigkeit bei gleichbleibender Qualität. Besonders geeignet ist die Methode für Gebäude der 1950er- bis 1970er-Jahre mit einfacher, typenähnlicher Struktur, wie sie in vielen Wohnsiedlungen zu finden sind.

Erste Pilotprojekte gibt es bereits, etwa beim Altersheim Landeck oder der Wohnhausanlage Makartstraße in Linz, umgesetzt unter anderem mit Unterstützung der Forschungseinrichtung AEE INTEC. Auch im Neubau ist die Vorfertigung längst etabliert, bekanntestes Beispiel ist der LifeCycle Tower ONE in Dornbirn. Eine durchgängige industrielle Fertigungsstraße wie in den Niederlanden fehlt hierzulande zwar noch, das eingeschätzte Marktpotenzial allein bei Einfamilienhäusern wird von Fachleuten aber auf mehrere Millionen sanierungsfähige Objekte geschätzt.

Quelle: dena – Deutsche Energie-Agentur (dena.de), Energiesprong (energiesprong.de), TGA-Fachplaner (tga.at)

Veröffentlicht am 07.09.2026