GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Lange Trockenperioden im Sommer stellen Gärten zunehmend vor eine Herausforderung, während gleichzeitig tausende Liter Regenwasser ungenutzt in der Kanalisation verschwinden. Eine Zisterne fängt Niederschlagswasser vom Dach auf, filtert es und speichert es für die Gartenbewässerung. Der Aufwand ist überschaubar, der Nutzen aber erheblich.

Als grobe Faustregel gilt: Das benötigte Speichervolumen ergibt sich aus dem jährlichen Brauchwasserbedarf geteilt durch 20. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt, der Regenwasser für Garten und Toilettenspülung nutzt, kommt so auf einen Jahresbedarf von rund 80.000 Litern und eine empfohlene Zisternengröße von 4.000 bis 6.000 Litern. Wer nur den Garten bewässern will, kommt meist mit deutlich kleineren Behältern aus.

Rechtlich ist das Sammeln von Regenwasser in Tonnen oder Zisternen für den eigenen Garten grundsätzlich genehmigungsfrei. Anders sieht es aus, sobald Regenwasser für Toilettenspülung oder Waschmaschine ins Hausleitungsnetz eingespeist werden soll – hier sind zusätzliche technische Vorschriften zu beachten. Eine fachgerechte Trennung von Trink- und Regenwasserleitungen ist in solchen Fällen unerlässlich.

Bei den Kosten lohnt sich ein Blick in die eigene Gemeinde: Eine bundesweite Förderung für Regenwassernutzungsanlagen gibt es zwar nicht, doch mehrere Bundesländer und Gemeinden unterstützen die Errichtung. Die Steiermark etwa fördert neue Zisternen mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise maximal 1.000 Euro pro Anlage, sofern die Anlage mindestens 5 Kubikmeter fasst. Anträge sind meist über das Bauamt der jeweiligen Gemeinde zu stellen, oft mit Fristen im Herbst.

Quelle: pieno.at – „Regenwassernutzung – Zisterne, Kosten und Förderung in Österreich“; Land Steiermark, Abteilung Wasserwirtschaft – Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft 2026

Bild von BÙI VĂN HỒNG PHÚC auf Pixabay

Veröffentlicht am 03.09.2026