Unwetterschäden haben 2024 einen traurigen Rekord aufgestellt: Den Versicherungen wurden Schäden aus Naturkatastrophen in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro gemeldet – der bisher höchste Wert. Fachleute sprechen offen von einem „Weckruf“, denn Stürme, Hochwasser, Hagel und Vermurungen werden nicht nur häufiger, sondern auch schwerer.
Das aktuelle System staatlicher Hilfen zeigt dabei deutliche Lücken. Die Entschädigungen aus den Landes-Katastrophenfonds sind alles andere als einheitlich: Zwischen 2015 und 2023 deckten diese Beihilfen in einem Bundesland im Schnitt nur rund 31 Prozent der Schäden am privaten Vermögen ab, in einem anderen waren es immerhin 63 Prozent. Ob man nach einer Katastrophe gut oder schlecht entschädigt wird, hängt also stark vom Wohnort ab.
Der Rechnungshof empfiehlt deshalb inzwischen ausdrücklich ein gesetzlich verankertes Versicherungsmodell für Schäden durch Extremwetter – mit risikogerechten Prämien und zumutbaren Selbstbehalten. Eine verpflichtende Elementarschadenversicherung ist derzeit noch nicht beschlossen, wird politisch aber intensiv diskutiert, unter anderem von der Wirtschaftskammer.
Für Eigentümer heißt das schon jetzt: Ein Blick in die eigene Polizze lohnt sich. Viele Standard-Eigenheim- und Haushaltsversicherungen decken Schäden durch Lawinen, Erdbeben, Vermurung oder Überschwemmung oft nur bis zu einem begrenzten Betrag „auf erstes Risiko“ ab. Wer sein Zuhause umfassender absichern möchte, sollte mit dem eigenen Versicherer gezielt über eine erweiterte Naturgefahrendeckung sprechen, bevor der nächste Starkregen kommt.
Quelle: Rechnungshof Österreich (Bericht 2025), news.ORF.at, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO)
Veröffentlicht am 01.09.2026

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