GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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Der Druck auf die Bau- und Immobilienwirtschaft wächst: Wohnraummangel, steigende Baukosten und ein spürbarer Fachkräftemangel setzen Betriebe zunehmend unter Zugzwang. Eine Entwicklung, die dabei an Fahrt aufnimmt, ist das serielle beziehungsweise modulare Bauen – bei dem ganze Raummodule witterungsunabhängig in der Fabrik vorgefertigt und erst am Ende auf der Baustelle montiert werden. Wie schnell das gehen kann, zeigt ein aktuelles Projekt in Gmünd: Für 21 schlüsselfertige Apartments mit rund 1.000 Quadratmetern Gesamtfläche wurden 24 Module und über 400 Tonnen Baumaterial verhoben – der Rohbau stand innerhalb von zwölf Stunden.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Da ein Großteil der Arbeit in einer kontrollierten Werkshalle stattfindet, sinkt der Bedarf an Fachkräften direkt auf der Baustelle, während gleichzeitig ein sicherer, wettergeschützter Arbeitsplatz für die Beschäftigten entsteht. Nach Marktanalysen kann modulares Bauen die Bauzeit je nach Projekt um bis zu 30 bis 50 Prozent reduzieren und gleichzeitig Planungs- sowie Materialrisiken besser kontrollierbar machen. Auch ökologisch punktet die Bauweise: weniger Transportaufwand, geringere Emissionen auf der Baustelle und durch die digitalen, standardisierten Prozesse gute Voraussetzungen für zirkuläres Bauen und sortenreinen Rückbau.

Trotz dieser Vorteile bleibt serielles Bauen bislang eine Nischenlösung – in Branchenbefragungen wird es von Herstellern derzeit noch selten als prägender Trend genannt, häufiger dagegen von Betrieben aus dem Rohbau- und Installationsbereich. Ob sich die Bauweise stärker durchsetzt, hängt Branchenexperten zufolge nicht zuletzt von den Gemeinden und ihren Genehmigungsprozessen ab. Für Bauunternehmer lohnt sich schon jetzt ein Blick auf mögliche Kooperationen mit spezialisierten Holzbau- oder Modulbaubetrieben, um beim Thema Vorfertigung nicht den Anschluss zu verlieren.

Quelle: bauhandwerk (Fachmagazin); BauInfoConsult Jahresanalyse 2025/2026

Veröffentlicht am 31.08.2026