Ein zentraler Treiber der Erholung ist der Tiefbau, der von öffentlichen Investitionen in Infrastruktur- und Energieprojekte profitiert. Allerdings sorgt der Doppelhaushalt für Unsicherheit: Allein beim Bahnausbau wurden bis 2030 rund 400 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung gekürzt, was den Impuls aus diesem Bereich dämpfen könnte.
Für Betriebe bleibt der Fachkräftemangel die größte Herausforderung. In wirtschaftlich schwachen Phasen tritt dieses Problem zunächst in den Hintergrund, weil weniger neue Projekte gestartet werden. Zieht die Auftragslage jedoch wieder an, wird der Engpass an qualifiziertem Personal rasch wieder sichtbar und kann die Umsetzung zusätzlicher Bauvorhaben deutlich bremsen. Viele Unternehmen geben laut Branchenverbänden bereits jetzt an, ihre Belegschaft wieder aufstocken zu wollen – vorausgesetzt, die Auftragsbücher füllen sich tatsächlich weiter. Für Baufirmen bedeutet das: Wer jetzt in Personalbindung und Ausbildung investiert, sichert sich einen Vorteil, sobald die Nachfrage wieder deutlicher anzieht.
Quelle: WKO/Euroconstruct-Prognose 2026 (documedia.at, Stand Jänner 2026); ZDB/HDB-Branchenanalyse (nevaris.com, Stand April 2026)
Veröffentlicht am 22.07.2026

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