Starkregenereignisse treten immer häufiger auf. Viele Grundstücke sind jedoch durch Pflasterflächen, Einfahrten oder versiegelte Terrassen kaum noch in der Lage, Wasser aufzunehmen. Das Konzept des Schwammgartens verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Regenwasser soll möglichst lange auf dem eigenen Grundstück gespeichert und langsam versickert werden. Dadurch werden Kanalisationen entlastet und Pflanzen profitieren in Trockenperioden von den gespeicherten Wasservorräten.
Typische Elemente eines Schwammgartens sind Mulden, Rigolen, versickerungsfähige Pflaster, Regenbeete und heimische Tiefwurzler. Auch begrünte Dächer oder Regentonnen können das Konzept sinnvoll ergänzen. Entscheidend ist, dass Niederschläge nicht möglichst schnell abgeleitet werden, sondern gezielt im Boden verbleiben. Neben dem Hochwasserschutz verbessert sich häufig auch das Mikroklima im Garten, weil Verdunstungskälte an heißen Sommertagen für angenehmere Temperaturen sorgt. Das Konzept eignet sich sowohl für private Hausbesitzer als auch für Unternehmen mit größeren Außenanlagen und wird in der Stadtplanung zunehmend berücksichtigt.
Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) | Europäische Umweltagentur (EEA) | Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA)
Veröffentlicht am 14.07.2026

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