Lange Zeit profitierten vor allem Einfamilienhäuser von Solarstrom. Inzwischen entstehen jedoch immer mehr Modelle, bei denen auch Bewohner von Mehrparteienhäusern direkt am Strom vom eigenen Dach teilhaben können. Dabei wird der erzeugte Strom über intelligente Messsysteme auf die teilnehmenden Haushalte verteilt.
Für Wohnungseigentümer und Mieter eröffnet das neue Möglichkeiten. Statt ausschließlich Strom aus dem öffentlichen Netz zu beziehen, kann ein Teil des Verbrauchs direkt aus der Photovoltaikanlage am Gebäude gedeckt werden. Moderne Smart-Meter-Systeme erfassen dabei exakt, welcher Anteil des Stroms von der Anlage stammt und welcher weiterhin aus dem Netz bezogen wird. Das schafft Transparenz und ermöglicht eine faire Verteilung innerhalb des Hauses.
Besonders interessant ist dieses Modell für Familien und Haushalte mit hohem Tagesverbrauch. Wer tagsüber Geräte betreibt, im Homeoffice arbeitet oder Elektrofahrzeuge lädt, kann einen größeren Teil des lokal erzeugten Stroms nutzen. Gleichzeitig steigt die Attraktivität von Wohngebäuden, da Energiekosten langfristig besser kalkulierbar werden.
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Energienetze dürfte diese Form der Stromversorgung in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Für viele Wohnanlagen wird das Dach damit von einer ungenutzten Fläche zu einem aktiven Bestandteil der Energieversorgung.
Quelle: Wien Energie – Gemeinschaftliche Photovoltaik für Mehrparteienhäuser | EU Joint Research Centre – Smart Metering Deployment in the European Union
Veröffentlicht am 10.06.2026

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