Legionellen gelten seit Jahren als wichtiges Thema in der Gebäudetechnik. Neue fachliche Empfehlungen zeigen jedoch, dass die Untersuchung von Trinkwasseranlagen künftig noch stärker auf das gesamte System ausgerichtet wird. Für Betreiber größerer Wohngebäude, Hotels, Pflegeeinrichtungen und gewerblicher Objekte bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass nicht nur die Anzahl der Proben entscheidend ist, sondern vor allem deren Position innerhalb der Installation. Fachleute sprechen von einer systemischen Betrachtung der Trinkwasseranlage. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und mögliche Problemstellen besser einzugrenzen. Dabei rücken Planung, Wartung und Dokumentation stärker in den Vordergrund.
Für Eigentümer und Betreiber kann dies erhebliche praktische Auswirkungen haben. Werden Untersuchungsstellen angepasst oder zusätzliche Prüfungen notwendig, müssen bestehende Konzepte überprüft werden. Gleichzeitig unterstreichen aktuelle Forschungsergebnisse, dass Legionellenwachstum von mehreren Faktoren beeinflusst wird und nicht allein durch längere Wasserstagnation entsteht. Eine fachgerecht geplante und regelmäßig gewartete Trinkwasseranlage bleibt daher der wichtigste Schutz für Nutzer und Betreiber.
Quelle: Umweltbundesamt-Empfehlung zu Legionellenuntersuchungen | Haustec – Neue UBA-Empfehlung zu Trinkwasser-Installationen | Robert Koch-Institut – Trinkwasserverordnung und Legionellen | ZFK – Neue Erkenntnisse zu Legionellen im Trinkwasser
Veröffentlicht am 08.06.2026

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