Das Schwammgarten-Prinzip gewinnt zunehmend an Bedeutung, da es eine effektive Möglichkeit bietet, mit den Herausforderungen durch Starkregen und längere Trockenperioden umzugehen. Ziel dieses Konzepts ist es, Regenwasser direkt im Garten zu speichern, anstatt es über die Kanalisation abzuleiten. Dies wird durch den Einsatz von durchlässigen Bodenstrukturen, Mulchschichten sowie gezielt ausgewählten Pflanzen erreicht, die Wasser aufnehmen und über längere Zeit speichern können. Dadurch entsteht ein natürliches System, das Wasser verzögert wieder abgibt und gleichzeitig die Vegetation kontinuierlich versorgt. Besonders bei intensiven Niederschlägen trägt dieses Prinzip dazu bei, Überflutungen zu reduzieren und die Infrastruktur zu entlasten.
Zusätzlich bietet der Schwammgarten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas, da gespeichertes Wasser bei hohen Temperaturen verdunstet und so eine kühlende Wirkung entfaltet. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf Pflanzen, sondern auch auf das gesamte Umfeld aus. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an künstlicher Bewässerung erheblich, was Ressourcen schont und Kosten senkt. Durch die Kombination aus geeigneten Pflanzen, strukturreichen Böden und gezielter Planung lässt sich ein Garten schaffen, der sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Das Schwammgarten-Prinzip zeigt damit, wie moderne Gartengestaltung dazu beitragen kann, klimatische Veränderungen aktiv zu berücksichtigen und nachhaltige Lösungen umzusetzen.
Quellen: Bundesministerium für Klimaschutz; Gartenbauverbände Österreich; Fachliteratur nachhaltige Gartengestaltung 2024/2025
Veröffentlicht am 04.05.2026

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