Starkregenereignisse nehmen auch in Österreich spürbar zu – gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Regenwasserbewirtschaftung auf Privatgrundstücken. Viele Gemeinden schreiben bereits vor, dass Niederschlagswasser nicht mehr direkt in den Kanal eingeleitet werden darf, sondern am Grundstück versickern muss. Für Hausbesitzer und Gartenplaner eröffnet das neue Herausforderungen – aber auch Chancen.
Die einfachste Lösung ist die Versickerungsmulde, bei der Regenwasser von Dachflächen oder befestigten Flächen in eine begrünte Senke geleitet wird. Diese speichert das Wasser kurzfristig und gibt es langsam an den Boden ab. Wichtig ist hier die richtige Dimensionierung: Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgröße und Dachfläche müssen genau berechnet werden. In weniger durchlässigen Böden kommen sogenannte Rigolen-Systeme zum Einsatz – unterirdische Speicher aus Kunststoffelementen oder Kies, die das Wasser aufnehmen und verzögert versickern lassen. Für private Bauherren ist entscheidend: Eine falsch geplante Entwässerung kann zu Staunässe, Schäden am Fundament oder sogar rechtlichen Problemen führen.
Für Garten- und Landschaftsbauunternehmen entsteht hier ein klarer Beratungsauftrag. Moderne Projekte kombinieren Versickerung oft mit ökologischer Gartengestaltung, etwa durch Regenwassergärten, durchlässige Pflasterflächen oder begrünte Dächer. Diese Lösungen sind nicht nur funktional, sondern steigern auch die Aufenthaltsqualität im Garten erheblich. Zusätzlich können Bauherren von regionalen Förderungen profitieren, wenn sie nachhaltige Maßnahmen umsetzen.
Fazit: Die richtige Regenwasserlösung ist heute ein fixer Bestandteil jeder Bau- oder Gartenplanung. Wer frühzeitig plant und auf fachgerechte Umsetzung setzt, spart langfristig Kosten und schützt gleichzeitig Umwelt und Gebäude.
Quellen: Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) | Umweltbundesamt Österreich | Landesbauordnungen (je nach Bundesland)
Veröffentlicht am 30.03.2026

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