GEPRÜFTE BAUSTELLEN IM JAHR
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In Zeiten steigender Temperaturen, längerer Trockenphasen und wachsender Anforderungen an die Ressourceneffizienz wird der Garten mehr als nur ein grüner Außenraum: Er wird ein technisches System, das ökonomisch und ökologisch sinnvoll geplant und betrieben werden muss. Eine der spannendsten Entwicklungen im Gartenbereich ist aktuell die smarte Bewässerung mittels vernetzter Sensorik und moderner Technologien – eine echte Innovation, die sowohl Bauherren als auch Landschaftsplaner und Gartenbauprofis berücksichtigen sollten.

Warum smarte Bewässerung jetzt wichtig ist

Traditionelle Bewässerungssysteme in Gärten sind oft manuell gesteuert und ineffizient: Viele Pflanzen werden zu viel oder zu wenig gegossen, und wertvolles Trinkwasser geht durch Verdunstung verloren. Gleichzeitig wächst der Druck, Wasserressourcen effizient zu nutzen – nicht zuletzt durch Herausforderungen der Klimakrise und lokale Wasserverfügbarkeiten.

Wie Smart Irrigation funktioniert

Intelligente Bewässerungssysteme nutzen verschiedene Technologien:

  • Bodensensoren, die Feuchtigkeit, Temperatur und Licht messen

  • Integration von Wetterdaten, um den Bewässerungsplan automatisch anzupassen

  • Automatisierte Ventile und Steuergeräte, die Wasser nur freigeben, wenn es tatsächlich benötigt wird

  • App- oder Cloud-Anbindung, die eine zentrale Steuerung ermöglicht

Diese Systeme erlauben präzise Bewässerung, reduzieren den Wasserverbrauch und entlasten den Gartenbesitzer.

Foto: Faisal Mehmood von Pixabay

Studien belegen signifikante Vorteile

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass IoT‑basierte Bewässerungssysteme den Wasserverbrauch erheblich senken können – teilweise um bis zu 40 % im Vergleich zu klassischen Methoden. Gleichzeitig bleibt der Bodenfeuchte‑Regelzustand stabil, was die Gesundheit und das Wachstum der Pflanzen fördert.

Eine weitere Studie zeigt, dass smarte Bewässerungssysteme nicht nur Wasser sparen, sondern auch die Vitalität von Pflanzen verbessern, da diese stets optimal versorgt werden.

Praxisbeispiel aus Österreich

In Wien testet das Projekt „Smart Trees“ digitale Bodenfeuchtesensoren, um die Baumbewässerung präzise zu steuern. Ziel ist es, den Wasserverbrauch zu optimieren und gleichzeitig die Vitalität des Stadtgrüns langfristig zu sichern. Solche Ansätze zeigen, wie Smart‑Garden-Technologie auch bei öffentlichen oder privaten Projekten erfolgreich eingesetzt werden kann.

Fazit

Smarte Bewässerung ist keine Spielerei mehr, sondern ein echter Zukunftstrend im Gartenbau – wissenschaftlich untermauert und technisch praxisreif. Ob Einfamilienhausgarten, öffentlicher Grünraum oder urbane Grünfläche: Wer heute an die Gartengestaltung denkt, sollte IoT‑gestützte Bewässerungssysteme in die Planung integrieren, um Wasser effizient zu nutzen, Pflegeaufwand zu minimieren und ökologische Ziele zu erreichen.

 

(Veröffentlicht am 26.02.2026)

(Quellen und Mehr: Forschung: IoT‑basierte Bewässerung kann Wasserverbrauch um ca. 40 % reduzieren (arXiv: 2601.15830, 2026). | Smart-Irrigation-Studie: Effizienzsteigerung und verbesserte Pflanzenvitalität (Scientific Reports, 2025). | Wiener Projekt „Smart Trees“ testet digitale Sensoren für Baumbewässerung (OTS, 2025). | GARDENA smart Bewässerungssysteme als Praxisbeispiel für vernetzte Gartenpflege (Gardena, 2026).)