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Berufsbild: Dachdecker/in

Berufsbild “Dachdecker/in”
Dachdecker sind wahre Künstler und führen auf individuelle Weise, sprich, mit Schindeln, Blech, Holzschindeln, Schiefer, Kunststoff, Ziegeln und Betondachziegeln „Dacheindeckungen“ aus. Sie sanieren im Bestand und sorgen dafür, dass Dächer wind- und wetterfest sind. Jedoch ist auch das Einarbeiten von Dämmstoffen, das Errichten von Blitzableitern, Außenwandverkleidungen und Kaminverkleidungen sowie die Montage von Dachfenstern und Solarzellen der Dachdeckerarbeit zuzuordnen. Weiters zählt die Montage der Dachunterkonstruktion, die Abdichtungstechnik (im Fassaden- und Dachbereich), die Montage von Lichtkuppeln und die Sturmschadensbehebung im Dachbereich zum Berufsbild des Dachdeckers.Handwerkliches Geschick, Fitness und problemloses Verhalten in luftigen Höhen Handwerkliches Geschick, Fitness und problemloses Verhalten in luftigen Höhen wird vorausgesetzt. Eine „sehr“ korpulente Person, die Schwierigkeiten beim Klettern hat oder nicht schwindelfrei ist, ist schlicht und einfach „ungeeignet“! Beim Tänzeln auf schmalen Brettern während der Arbeit ist die Sicherheit ein großes Thema, so ist es ein Muss, sich mit Sicherungsmaßnahmen auseinanderzusetzen. Eigenschaften wie „Teamarbeit“ und „Konzentrationsfähigkeit“ sind äußerst wünschenswert. Ob Neueindeckung oder Sanierungsmaßnahmen, man ist ein sehr gefragter Mann. Es gibt unzählige Materialien, mit denen ein Dach eingedeckt werden kann. Hierzu ist Fachwissen und Kreativität unbedingt notwendig, um dem Bauherrn ein trockenes und sicheres Dach zu bieten. Auch ist man der „Mann“ in der Not! Zum Beispiel bei der Sturmschadenbehebung ist schnelles Handeln gefragt. Das heißt, sich in kurzer Zeit einen Überblick zu verschaffen und mit den richtigen Materialen das Dach zu sichern und Undichtheiten zu reparieren, um massive Folgeschäden zu vermeiden. Oft arbeitet man gewerkeübergreifend, so ist man als Dachdecker mit dem Berufsbild „Spengler“ sehr verwoben. Man ist immer gefordert, von A bis Z zu denken, immer mit einem Blick in die Zukunft arbeitend, denn mit der richtigen Einstellung und dem gebotenen Fachwissen hat man sprichwörtlich ein „goldenes Händchen“. Berufliche Anforderungen:

  • physische Ausdauer
  • körperliche Wendigkeit
  • Schwindelfreiheit
  • Geschicklichkeit
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit
  • Selbständigkeit, Reaktionsfähigkeit (gefährliche Arbeiten auf Dächern und Gerüsten)
  • gestalterische Fähigkeit
Bildungsweg – Österreich:
1) Dreijährige Lehrausbildung mit anschließender Gesellenprüfung zum Facharbeiter. Die Lehrausbildung selbst bedeutet auch eine Holschuld! Wer lernt – setzt um, wer fragt – erweitert sein Wissen. Während der Ausbildung zum Dachdecker kann man unterschiedliche Fortbildungskurse besuchen. Zum Beispiel werden praktische Seminare zur Vorbereitung zur Lehrabschlussprüfung angeboten.  Zum Beispiel bei:  Tondach,  Eternit  oder der Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler oder das virtuelle-Dach  (Das virtuelle-Dach -> gesponsert durch die Industrie)

Die Lehrabschlussprüfung besteht aus einem Fachgespräch und einem praktischen Teil, in dem ein gefordertes Gesellenstück gefertigt werden muss.

  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Doppellehre „Dachdecker/Spengler“ – Dauer 4. Lehrjahre

Während der Lehre besteht die Möglichkeit zur Berufsmatura, deren Absolvierung die Türen zu diversen Hochschulen öffnet. Die Berufsmatura wird parallel zum Lehrberuf „kostenlos“ angeboten. Die Berufsmatura umfasst insgesamt vier Teilprüfungen. Verpflichtend sind die Fächer Deutsch und Mathematik, hinzu kommen eine lebende Fremdsprache (Englisch) sowie ein Fachbereich, wobei sich der Fachbereich auf das erlernte Berufsfeld der Lehrlinge beziehen muss. Teilprüfungen können vor der Lehrabschlussprüfung absolviert werden, die letzte Teilprüfung darf jedenfalls erst nach der Lehrabschlussprüfung und nach Vollendung des 19. Lebensjahres abgelegt werden.

Finanziert vom BMUKK: Trägerorganisation in den Bundesländern;

2) Meisterprüfung – Mit der Absolvierung der Meisterprüfung ist der Weg in die “Selbstständigkeit” oder auch der Weg in Richtung “Sachverständiger” geöffnet. Die Meisterprüfung besteht aus 5 Modulen:

Nach abgelegter Meisterprüfung steht dir der Weg zum “Unternehmer, Bauleiter oder auch als Geschäftsführer offen!

3) Sachverständiger – Fachrichtung „Dachdecker”

In Österreich ist die gebräuchlichste Zertifizierung die des „gerichtlich zertifizierten Sachverständigen“, nähere Information erhalten Sie direkt auf der Homepage des Hauptverbands der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs. Voraussetzung: Meisterprüfung, Berufserfahrung sowie geleistete Zeiten in Führungspositionen des jeweiligen Fachgebietes.

Europaweit:

Doch überlege man sich – in Zeiten der “Europäischen Union” – eine EU-Zertifizierung. Die EU-Zertifizierung ist nicht landesabhängig und entspricht einer Person, deren geografisches Berufshandeln über DIE Grenzen hinausgeht. Für diese Berufsentscheidung zum Sachverständigen sind Berufserfahrung und Meisterprüfung Voraussetzung. Näheres erfahren Sie direkt bei der „IQ-Zert – Qualitätssicherung und Zertifizierung für Sachverständige, Personenzertifizierung nach EU-Norm“.

4) Weiterführende Bildungswege Österreich:

Bildungsweg – Deutschland:
1) Dreijährige Lehrausbildung mit anschließender Gesellenprüfung zum Facharbeiter. Die Lehrabschlussprüfung besteht aus einem Fachgespräch und einem praktischen Teil, in dem ein gefordertes Gesellenstück gefertigt werden muss. Am Ende des zweiten Lehrjahres findet eine Zwischenprüfung statt, eine nicht bestandene Gesellenprüfung kann zweimal wiederholt werden (§ 31 (1) HwO). Gemäß Berufsbildungsgesetz enden Ausbildungsverhältnisse spätestens mit dem Ablauf der vereinbarten Lehrzeit, auch wenn die Abschlussprüfung erst später stattfindet. Liegt die Abschlussprüfung vor dem Ende der vereinbarten Lehrzeit, endet die Ausbildung mit dem Tag der bestandenen Prüfung.

Während der Lehre besteht die Möglichkeit zum Fachabitur, dessen Absolvierung die Türen zu diversen Hochschulen öffnet.
  • Infolink – Auslandspraktikum für Azubis
2) Meisterprüfung – Mit der Absolvierung der Meisterprüfung ist der Weg in die “Selbstständigkeit” oder auch der Weg in Richtung “Sachverständiger” geöffnet.
3) Sachverständiger – Fachrichtung „Dachdecker”

Europaweit:

Doch überlege man sich – in Zeiten der “Europäischen Union” – eine EU-Zertifizierung. Die EU-Zertifizierung ist nicht landesabhängig und entspricht einer Person, deren geografisches Berufshandeln über DIE Grenzen hinausgeht. Für diese Berufsentscheidung zum Sachverständigen sind Berufserfahrung und Meisterprüfung Voraussetzung. Näheres erfahren Sie direkt bei der „IQ-Zert – Qualitätssicherung und Zertifizierung für Sachverständige, Personenzertifizierung nach EU-Norm“.

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