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Wohnungsverkäufe 2014 um ein Drittel gestiegen

Tirol, Wien und Vorarlberg sind dabei am teuersten, die Preise zogen an.

Der Kauf von Eigentumswohnungen ist 2014 stärker in Schwung gekommen denn je. Gegenüber dem Jahr davor legten die Immo-Deals um mehr als ein Drittel zu: Die Zahl der Eintragungen im Grundbuch erhöhte sich um 35,3 Prozent auf 38.544. Das seien sogar um 22,7 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012 gewesen, teilte der Immobilienmakler Remax heute, Dienstag, mit.

Die Wohnungsverkäufe in der Steiermark explodierten geradezu – mit einem Plus von 54,8 Prozent auf 5.600 Transaktionen gegenüber 2013. Der Gesamtverkaufswert lag sogar um zwei Drittel über dem Niveau von 2013 und um die Hälfte über jenem von 2012. Somit war die Steiermark der mengenmäßig zweitwichtigste Wohnungsmarkt hinter Wien.

Das Gesamtwert der verkauften Wohnungen stieg im Jahresabstand um 41,5 Prozent auf 7,45 Mrd. Euro, gegenüber 2012 betrug das Plus 39,5 Prozent, geht aus dem aktuellen Remax-ImmoSpiegel hervor. „Der Markt für Eigentumswohnungen in Österreich bewegte sich 2014 wie noch nie“, so Remax-Austria-Chef Bernhard Reikersdorfer. In jedem Bundesland habe es zweistellige Zuwachsraten bei den Verkäufen gegeben.

  • Die österreichische Durchschnittswohnung kostete 170.927 Euro und damit um 5,8 Prozent mehr als im Jahr davor. In Wien kletterte der Quadratmeterpreis um 8,7 Prozent auf durchschnittlich 3.364 Euro.
  • Am teuersten waren die Eigentumswohnungen in Tirol mit durchschnittlich 202.722 Euro, Wien (201.593 Euro) und Vorarlberg (201.461 Euro).
  • Der höchste Preis wurde für eine Dachgeschoßwohnung im 7. Wiener Gemeindebezirk in der Museumsstraße bezahlt – diese wechselte um 8,125 Mio. Euro den Eigentümer. Außerhalb Wiens befindet sich die teuerste Wohnung in Kitzbühel (5,5 Mio. Euro).

Am günstigsten war der Wohnungskauf im Burgenland (durchschnittlich 78.453 Euro), in der Steiermark (121.460 Euro) und in Niederösterreich (134.870 Euro). In Kärnten waren im Schnitt 151.544 Euro zu bezahlen, in Oberösterreich 154.500 und in Salzburg 196.240 Euro.

Die typischen Quadratmeterpreise in Wien, Innere Stadt, lagen bei 7.479 Euro – jeder vierte Wohnungsquadratmeter kostete dort aber mehr als 9.820 Euro. Der durchschnittliche Wohnungspreis lag dort bei 652.188 Euro. Zu den teuersten fünf Gemeindebezirken in der Bundeshauptstadt gehörten – gerechnet nach dem Quadratmeterpreis – weiters Döbling, die Josefstadt, Neubau und Alsergrund.

Am günstigsten war die Wohnraumbeschaffung in Simmering (2.087 Euro) – gefolgt von Favoriten und Rudolfsheim-Fünfhaus. Am stärksten zugelegt haben die Quadratmeterpreise im Vorjahr in den Bezirken Favoriten, Alsergrund, Josefstadt und Hernals.

2015 soll die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in zentralen Lagen einer Remax-Umfrage zufolge um 4,5 Prozent weiter steigen, das Angebot aber nur um 1,1 Prozent. Die Preise sollten um 2,5 Prozent zulegen. (APA)

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Veröffentlicht am 19. März, 2015 von Bauherrenhilfe.org