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Undicht, vom Dach bis zum Keller

Wassereintritt im Keller, wie so oft reagiert der Kunde nicht schnell genug. Es breitet sich Schimmel auch unter dem Estrich am Kellerboden aus. Bei Mineralfaserdämmungen (Glaswolle) finden sich produktionsbedingt Kohlenstoffverschmutzungen, Schimmel breitet sich schneller aus. Hier liegt eine Fussbodenheizung mit Styropordämmung, daher bleibt die Hoffnung dass eine Dämmstofftrocknung Erfolg bringt.

Bitte bei überfluteten Kellern mit Estrichdämmungen immer sofort mit Trocknungsmaßnahmen beginnen, es muss nicht auf die Versicherung gewartet werden – Gefahr in Verzug. Im Gegenteil, sie müssen lt. Versicherungsbedingungen „schadensmindernd“ wirken. Auch wenn das noch nicht alle Versicherungen verstehen (bzw. deren Sachverständige) wollen – eine schnelle Trocknung bedeutet schadensminimierend zu wirken. Wer auf sicher gehen möchte trennt die Sanierungsmaßnahmen in „Notmaßnahmen“ zur Schimmelprävention, und die sonstigen Trocknungsmaßnahmen. Und bitte immer gut dokumentieren, allenfalls mindestens 2 Firmen zu Preisvergleichen fragen.

Bis dato habe ich tausendmal erlebt dass die Versicherung Trocknungsmaßnahmen ablehnt, und kein einziges mal habe ich erlebt dass diese nach rechtlicher oder sachverständiger Interventi0n dass immer noch tat. Also, lassen sie sich nicht alles gefallen, die Deutschen machen es wieder mal vor, hier gibt es einen „Verband der Schadenssanierer“, Preise und Vorgehensweise wurden mit der Versicherungswirtschaft ausgehandelt. Ein Chaos wie bei uns gibt es da nicht.

Damit zurück zum aktuellen Fall. Beim Keller hat der Baumeister einfach die Außenabdichtung bei den Stiegen vergessen. Der Kellerabgang liegt außerhalb der Außenwände, ist aber frei bewittert und daher abzudichten. Dennoch ist auch der eingebaute Gully sinnlos, was wenn Wasser anstaut ? Dann bleibt die Kellertüre als „Notüberlauf“… Ich empfehle den Stiegenabgang komplett einzuhausen, oder ein weit auskragendes Vordach anzubauen. (Witterungsschutz).

Nach 15 Jahren Dachpraxis habe ich 10 Jahre auch mit Kellern und Fassaden verbracht, scheue also vor steilen Dachbegehungen nicht zurück. Gehe demnach auf das Dach, öffne die Dachdeckung an mehreren Stellen, lege das Dachfenster frei und führe Wasserproben durch. Nach 1,5 Std. vor Ort bin ich das gesamte Haus durch. Der Mangelbericht wird aber mehr Zeit benötigen, die Liste wird lang. Fehler am Unterdach, die Dachsteine sind nicht normgerecht befestigt, die Fenster und Kamine sind nicht wirksam an das Unterdach angebunden, die Dachgaube ist undicht und am Wärmedämmverbundsystem (WDVS) gibt es kleinere Undichtheiten.

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