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Gut gedämmt mit Zeitung, Stroh und Hanf

„die umweltberatung“ empfiehlt Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen!

Dämmen bedeutet sparen, und zwar Heizkosten und Treibhausgase. Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Zellulose oder Hanf wird umweltschonend hergestellt. „die umweltberatung“ berät bei der Auswahl und stellt in der Broschüre „Dämmstoffe richtig eingesetzt“ 23 Dämmstoffe mit ihren Eigenschaften und Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt vor. „Dämmen ist ein wichtiger Beitrag zum Energiesparen und zum Klimaschutz. Hinsichtlich ihrer Herstellung sind Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen den synthetischen Materialien überlegen und daher erste Wahl“, erklärt DIin Ingrid Tributsch, Energieexpertin von „die umweltberatung“.

Foto: Hanf und Schafwolle, Sabine Seidl, „die umweltberatung

Außenwände ökologisch dämmen

Für die Außenwanddämmung werden aus Kostengründen meist Polystyrolplatten (XPS und EPS, so genanntes Styropor) verwendet. Bei der bundesweiten Förderung mit dem „Sanierungsscheck 2013“ gibt es für die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. mit dem Umweltzeichen € 500,- zusätzlich. Es ist ratsam, ein Vergleichsangebot für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen einzuholen.

Mit Zeitungspapier ausstopfen

Das Ausgangsmaterial für Zellulosedämmstoff ist Zeitungspapier, das zerfasert und zum Schutz gegen Brand und Schädlinge mit Chemikalien versetzt wird. Die Umweltbelastung bei der Herstellung ist im Vergleich zu synthetischen Materialien sehr gering. Zellulose wird aufgeschüttet oder mittels Gebläse verarbeitet. Sie eignet sich zum Dämmen von Hohlräumen zwischen Dachsparren, Balkendecken und Holzständerwänden. Zellulosedämmstoff kann bei Umbauten oder beim Abreißen von Gebäuden abgesaugt und neuerlich eingeblasen werden.

Dämmschicht vom Acker: Stroh

Stroh ist regional in Hülle und Fülle verfügbar und ein günstiger, ökologischer Dämmstoff. Es kommt in Form von Strohballen, Strohbauplatten oder schalldämmenden Strohhäckselziegeln zum Einsatz.

Infolink zu Artikel: Bauen mit Strohballen – Interview mit Michael Gromer; Geschäftsführer von UNSER STROHHAUS BAU GMBH

Vielfältig einsetzbar: Hanf

Dämmstoff aus Hanf ist von Natur aus gegen Schädlinge resistent, weil die Pflanze Bitterstoffe enthält. Die Hanffaser ist sehr reißfest und feuchtigkeitsbeständig und hat gute Dämmwerte. Gegen Brennbarkeit werden Soda, Ammoniumphosphat oder Borsalz eingesetzt. Hanf kommt in Form von Dämmplatten, Stopfmaterial, Trittschallplatten und losen Hanfschäben zum Einsatz. Weitere nachwachsende Rohstoffe für die Dämmung sind Schafwolle, Flachs, Holzfasern, Kork, Kokosfasern und Schilf.

Achten auf Treibhausgase

Wenn es doch Polystyrolplatten sein sollen, ist es wichtig, auf HFKW-Freiheit zu achten. Denn diese Treibhausgase, die in Kühlschränken schon lange durch umweltfreundlichere Gase ersetzt wurden, sind viel klimaschädlicher als beispielsweise CO2. Mehr dazu im Infoblatt „Wärmedämmung“ – Das Infoblatt „Wärmedämmung“ gibt es auf www.umweltberatung.at zum kostenlosen Download.

Die Broschüre „Dämmstoffe richtig eingesetzt“ enthält Informationen über natürliche und synthetische Dämmstoffe, ihre Verarbeitung sowie Konstruktionsbeispiele. Sie ist um € 5,- plus € 2,65 Versandkosten bei „die umweltberatung“ erhältlich.

Anbei ein BHH.org-Video zum Strohballenhausbau von Unser Strohhaus Bau GmbH.

 

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