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Bauinnung begrüßt rigoroses Vorgehen gegen Schwindelfirmen

Vorgehen gegen Schwindelfirmen!

Stärkere Kontrollen sollen Konsumenten, Arbeitnehmer und seriöse Bauunternehmen schützen!
Wien (OTS/PWK480) – Das Aufdecken eines Scheinfirmennetzes großen Stils durch Staatsanwaltschaft und Finanzpolizei ist für Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel ein wichtiger Schlag gegen unseriöse Betrügerfirmen und ein positives Signal in Richtung fairer Wettbewerb. Seit Jahren kämpft die Bauinnung gemeinsam mit dem Sozialpartner und den zuständigen Behörden gegen Praktiken, mit denen versucht wird, die Bauwirtschaft als Deckmantel für kriminelle Machenschaften zu missbrauchen.

Die einschlägige Deliktspalette reicht von Betrug über betrügerische Krida, Sozial- und Abgabenbetrug, Lohndumping, Urkundenfälschung und dergleichen mehr. Die Geschädigten sind dabei die seriös anbietenden Firmen, die einem ungleichen Wettbewerb ausgesetzt sind und gleichzeitig durch erhöhte Abgaben die Sozialtöpfe wieder auffüllen müssen, die die Betrügerfirmen systematisch und geplant plündern. Auf der Strecke bleiben natürlich auch die gutgläubigen Arbeitnehmer, denen der zustehende Lohn vorenthalten wird sowie die Auftraggeber, die kein fertiges oder mängelfreies Bauwerk erhalten und oft auch um ihre Anzahlungen umfallen. Im Gegensatz zu seriösen inländischen Betrieben sind bei Scheinfirmen die Erfolgsaussichten für die Durchsetzung von Gewährleistung und Schadenersatz meist gleich null.

Die Bundesinnung Bau hat seit 10 Jahren im Zuge der Aktion „Baufair!“ zahlreiche Schritte gegen unseriöse Geschäftemacher am Bau gesetzt. So wurde zum Beispiel die Anmeldung vor Arbeitsbeginn, das AuftraggeberInnen-Haftungsgesetz gegen das Hinterziehen von Sozialversicherungsbeiträgen, das Reverse-Charge-System gegen Umsatzsteuerbetrug, verstärkte Kontrollen durch Finanzpolizei, Gewerbebehörden und Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse gefordert und in den einschlägigen Gesetzen verankert. Weiters wurden per Verordnung Standesregeln für Baumeister erlassen und eine gesetzliche Haftpflichtversicherung vorgesehen. Zudem wurde in Abstimmung mit dem VKI eine Checkliste für Konsumenten zur Auswahl von seriösen Baufirmen erstellt.

Besonders in den Ballungszentren und in den grenznahen Regionen zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten leiden inländischen Firmen unter der ungleichen Konkurrenz. Bundesinnungsmeister Frömmel appelliert daher an die Behörden, die bestehenden Kontrollmöglichkeiten zu nützen, sich stärker zu vernetzen, und spricht sich für das Bestbieterprinzip anstatt des Billigstbieterprinzips aus. „Viele der angesprochenen Missstände, haben ihre Wurzel darin, dass leichtfertig Arbeiten an den vermeintlichen Billigstbieter vergeben werden.“ Mit der Aktion „Faire Vergaben“ wollen die Bau-Sozialpartner seriöse Firmen unterstützen und Auftraggeber vor schlechter Qualität, Insolvenz des Auftragnehmers sowie Lohn- und Sozialdumping verhindern.

Infolinks: www.baufair.atwww.faire-vergaben.at

Bildquelle: www.baufair.at

Bildquelle: www.baufair.at

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