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"Bau auf A" setzt auf die Marke Österreich!

Die „Bau auf A“-Initiative leistet wichtige Aufklärungsarbeit: österreichischen Baustoffen und Dienstleistungen kann man zu 100 Prozent vertrauen! 

Wien (OTS/PWK200) – Zunehmend unmoralische Angebote von Scheinfirmen und ein vermehrter Einsatz von nicht zugelassenen Baustoffen haben in den letzten Jahren vor allem im Osten Österreichs Einzug gehalten. Diese Tatsachen haben eine Fortsetzung der im Sommer 2011 durch die Bausozialpartner gestarteten „Bau auf A“-Kampagne notwendig gemacht. Dabei präsentiert „Bau auf A“ öffentlichen wie privaten Auftraggebern die wichtigsten Faktoren, welche klar für die Wahl heimischer Betriebe und geprüfter Produkte sprechen. Nur so kann der Endkunde sich selbst schützen und auf die seriöse Abwicklung komplexer Bauvorhaben vertrauen.

Die österreichischen Baumeister stehen für eine optimale Planung und Umsetzung. Dafür braucht es auch geprüfte, österreichische Baustoffe. Diese erfüllen alle Anforderungen, welche heute an nachhaltiges und energieeffizientes Bauen gestellt werden. Diese und viele weitere Argumente – u.a. Anspruch auf Gewährleistung, kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung, Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping, Sicherung von Arbeitsplätzen, normengerechte Produktion – unterstreichen den Wettbewerbsvorteil heimischer Betriebe und Hersteller.

  • Anspruch auf Gewährleistung

Bei ausländischen Baufirmen ist es für den Kunden wichtig, darauf zu achten, dass die Gewährleistung nicht spätestens an der Grenze endet. Bei billigen Angeboten von ausländischen Unternehmen besteht die Gefahr, dass bei eventuell später auftretenden Bauschäden die Durchsetzbarkeit des Gewährleistungsanspruches nicht mehr gegeben ist. Mit der Beauftragung von heimischen Bauunternehmen hingegen hat der Auftraggeber auf alle Fälle Anspruch auf Gewährleistung und die Möglichkeit, diese auch durchzusetzen.

Produkte aus Österreich entsprechen den Normen und dem Stand der Technik. Diese Sicherheit ist Baustoffhändlern und Verarbeitern ein besonderes Anliegen. Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der verarbeiteten Produkte bis zurück zur Produktionscharge im Werk sichert nicht nur die Produktqualität, sondern erhöht vor allem die Sicherheit für den Bauherren. Bei Beanstandungen sind die Unternehmen mit Firmensitz in Österreich leichter ansprechbar und selbst im Falle von Rechtsstreitigkeiten ist der Gerichtsstand jedenfalls in Österreich. Zudem gibt es flächendeckend kostengünstige Schlichtungsstellen.

  • Kurze Transportwege

Zum Schutz unserer Umwelt sind kurze Transportwege und eine umweltgerechte Herstellung der Baustoffe unbedingt notwendig. Bei einer durchschnittlichen Baustelle werden 99 Prozent der Transportwege mit dem LKW abgewickelt. Die Wahl eines heimischen Lieferanten kann dabei die Transportwege entscheidend verkürzen. Österreichische Bauprodukte sind in ganz Österreich aus heimischer Produktion ausreichend verfügbar. Es ist zudem noch am preisgünstigsten, lokale Qualität zu kaufen. Der lokale Baustofferzeuger bzw. Baustoffhändler versorgt seine Endkunden mit bester österreichischer Qualität aus seinem Lager bzw. vom nächstgelegenen Baustoffwerk.

Allein in Wien werden durch Baustoff- und Materialtransporte jährlich 12.000 Tonnen CO2 ausgestoßen. Hochgerechnet auf ganz Österreich sind das mehr als 100.000 Tonnen CO2. Das entspricht dem jährlichen CO2-Heizölausstoß von 20.000 Einfamilienhäusern. Je weiter die Transportwege sind, umso stärker wird die CO2-Belastung. Zement zum Beispiel wird aus Nordafrika – mehr als 2.000 km entfernt – bei schlechten Umweltstandards und niedrigsten Arbeitsschutzvorschriften produziert und zu Billigstpreisen nach Europa transportiert. Im Gegensatz dazu produzieren österreichische Erzeuger vor Ort mit den höchsten Umweltstandards und sichersten Arbeitsbedingungen in Europa.

  • Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping

Seit 1. Mai 2011 dürfen die Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten in Österreich ohne Arbeitsbewilligung legal tätig werden. Ein Problem für die Bauwirtschaft entsteht dann, wenn ein Arbeitgeber einem ausländischen Arbeitnehmer einen geringeren Lohn als den gesetzlich vorgesehenen Mindestlohn bezahlt. Hier sieht das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungs-Gesetz (LSDB-G) behördliche Strafen von bis zu 50.000 Euro pro unterbezahltem Arbeitnehmer vor.

Dennoch kommt es regelmäßig zu Fällen von Lohndumping und unlauterem Wettbewerb. Ausländische Baufirmen beschäftigen oftmals ausländische Arbeitskräfte an österreichischen Baustellen unter Umgehung der einheimischen Beschäftigungs- und Sozialversicherungsbestimmungen. Sie melden ihre Beschäftigten nicht bei der Sozialversicherung bzw. der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse und halten sich nicht an Arbeitnehmerschutzvorschriften. Dadurch geraten einheimische Firmen, die sich an die Gesetze halten und damit zum Wohlstand in Österreich beitragen, in einen Wettbewerbsnachteil.

  • Energie und Umwelt

Österreichische Hersteller produzieren nach strengsten Umweltauflagen, welche auch permanent von den Behörden überprüft werden. Dies wird oft durch Umweltkennzeichen (z.B. Nature plus, IBO-Prüfzeichen, Blauer Engel) zusätzlich laufend überwacht und bestätigt. Darüber hinaus ist Österreich Technologieführer bei energieeffizienten Bauweisen wie dem Passivhaus, dem Sonnenhaus und bei anderen hocheffizienten Bausystemen.

Baustoffe aus Österreich punkten durch eine günstige Ökobilanz bei der Herstellung, niedrige Instandhaltungs- und Wartungskosten und bei der Entsorgung durch volle Recyclingfähigkeit.

  • Wertschöpfung bleibt in Österreich

Österreichische Unternehmern sind die verlässlichsten Beitragszahler, sichern Arbeitsplätze, garantieren Einnahmen für das Finanzministerium und dadurch unser Sozialsystem. Diese Unternehmen bilden hochqualifizierte Lehrlinge aus und schaffen damit das notwendige Know-how für die international anerkannte österreichische Qualität.

Durch den Kauf lokal erzeugter Bauprodukte und durch die Beschäftigung der regionalen Bauwirtschaft werden einheimische Wertschöpfung und lokale Arbeitsplätze gefördert. Dazu bleiben Steuern und Sozialversicherungsabgaben im Inland und können von den Gebietskörperschaften in die österreichische Infrastruktur reinvestiert werden. Damit wird der Industriestandort Österreich langfristig gesichert und eine wirtschaftliche Stärkung der Regionen sichergestellt (wie z.B. durch die Beauftragung von Zulieferbetrieben, Dienstleistern, Bauhaupt- und nebengewerbe, im Baustoff-Fachhandel und auch im Frachtbereich).

  • Ausbildung der österreichischen Bauwirtschaft vorbildhaft

Den stetig wachsenden Ansprüchen und Qualitätsstandards wird die österreichische Bauwirtschaft mit einem gegenüber den neuen EU-Ländern einzigartigen „trialen“ Ausbildungssystem gerecht: Lehrlinge erhalten ihr Rüstzeug nicht nur in Berufsschulen und Unternehmen, sondern auch in eigens installierten Bauakademien. Mit 16.000 Auszubildenden ist die Bauwirtschaft österreichweit der größte Arbeitgeber für Lehrlinge. Bei internationalen Wettbewerben zeigen Österreichs Jungmaurer regelmäßig mit Spitzenplatzierungen auf (Maurer-Weltmeister 2005, Europameister 2010 und 2012).

Die Devise lautet aber: lebenslanges Lernen. Zum umfangreichen Weiterbildungsangebot in der Bauwirtschaft zählen die Technische Universität, Fachhochschulen und auch postgraduale Studien (MBA Bauwirtschaft, Life Cycle Management). An den BAUAkademien haben sich Österreichs Baumeister in wichtigen und zukunftsweisenden Bereichen wie Energieeffizientes Bauen und Seniorengerechte Wohnungsadaptierungen ein umfassendes Wissen angeeignet.

Die selektive Baumeisterprüfung ist eine der anspruchsvollsten Befähigungsprüfungen überhaupt und stellt sicher, dass nur die besten Fachleute für Bauaufgaben verantwortlich zeichnen dürfen. WKÖ Bundesinnung Bau

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