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3 x Wasser gegen 1 x Haus

Beginnen wir unten. Ein Haus steht am Rande eines Sees, also Grundwasser bis oben. Der Architekt hat zur Sicherheit eine WU-Beton-Keller vorgesehen, nur leider nicht mehr die Ausführung überwacht. Die muss nämlich bei WU-Beton-Bauwerken geplant, überwacht und nach Richtlinien ausgeführt werden. Ein „Dichtbetonkeller“ ist keine einfache Sache, Rißweitenbegrenzung, Betonkontrolle, und vieles mehr wollen berücksichtigt werden.

Nicht zu vergessen: „wasserundurchlässiger Beton“ bedeutet eine Wassereindringtiefe von 5-7cm, demnach bei mind.25cm Beton mit maximalen Rissen kleiner 0,1mm („Selbstheilung“), auch Stauwasser nicht durchkommt. Wohlgemerkt, in flüssiger Form. Leider wird oftmals bei hochwertig genutzten Kellern (Wohnkeller, beheizt) die Bodenplatte vergessen. Hier findet bei entsprechendem Dampfdruckgefälle eine diffusorische Feuchtewanderung von außen (unter der Platte) nach innen (in den Wohnraum) statt. Wer dann einen die Austrocknung behindernden Bodenaufbau aufbringt (Estrich, PE-Folie, Fliesen…) darf sich über massive Feuchtigkeitsschäden nicht wundern. Plötzlich steigt mitten im Raum Feuchtigkeit die Wände hoch, der einzige Platz für Austrocknungszonen (Verdunstung).

Und dann gibt es noch Anbauten mit Schalsteinen welche ebenso im „Stauwasser stehen“, hier hat man gleich gar keine Abdichtung mehr aufgebracht, mehr noch, die Austrocknung oben mit einer Bitumendickbeschichtung verhindert. Über Verdunstung und Kapillarwasser kann es zu einem Austrocknungshorizont bis über die Bodenplatte kommen. Und zu schlechter Letzt sind die Spengler- Fassaden- und Abdichtungsarbeiten bautechnisch fehlerhaft. Also der Schutz gegen Niederschlagswasser nicht wirksam gegeben. Wer so ein Haus sein eigen nennt, und möglichst schon voraus bezahlt hat, dem kann oft nicht mehr sinnvoll geholfen werden… Leider Baustellenalltag.

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5 Gedanken zu „3 x Wasser gegen 1 x Haus


  1. Mit dem isotherm Innendämmpaneel, dampfsperrend, wärmedämmend und auch mit
    5 Watt Schimmelschutzwärme kann man Wohnkeller Boden, Wände, Decke schön und sauber
    austäfeln. In allen Farben, fliesenglatt oder auch überstreichbar.
    Wichtig ist die absolute Feuchtbeständigkeit und Dichtigkeit gegen Tauwasser-Kondensation,
    das neue Isotherm Material kann das. 1 m breit 270 cm hoch wird erzeugt und geliefert
    und es ist auch eine Selbstverlegung möglich.

  2. rudolf says:  

    Seit einem Monat stellte ich im Keller
    fest, daß der E-Strich naß ist. Auch
    ständiges lüften hilft nicht. Kann der
    regenreiche Sommer die Ursache sein?
    Das Haus steht auf Schottergrund.
    Was kann ich machen?

  3. pt says:  

    wurde ein dampfdichter anstrich am boden genugen?

  4. heinz says:  

    Das wußte ich nicht daß Bodenplatten bei Dichtbetonkellern isoliert werden müssen. Kann es sein daß bei meinem Haus der Modergeruch nicht ein „kellertypischer“ ist sondern daß unter dem Estrich die Dämmung fault ????? Wie kann ich das feststellen ??? Vielen Dank …

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