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Wieder einmal Fremdwährungskredite…

Gerne werden in den letzten Monaten die Bankkunden zu Gesprächen bei der Hausbank aufgefordert!

Ziel der Gespräche: Umschuldung aus der Fremdwährung in den Euro, als Hauptgrund wird die höhere Sicherheit ins Treffen geführt, was ja grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen ist.

Verschwiegen werden hierbei aber gerne folgende Themen: 

  • Aussage der FMA (Finanzmarktaufsicht Österreich): „Jede Änderung der Bedingungen Ihres Kreditvertrages bedarf aber grundsätzlich der Zustimmung beider Seiten – somit auch Ihrer Einwilligung“. KLU
  • Kündigung oder Stilllegung eines bestehenden Tilgungsträgers (meist Versicherungen) bedeuten einen finanziellen Verlust für den Kunden – welchen er selbst zu tragen hat. Es ist ja geradezu Allgemeinwissen, dass eine Auflösung eines Lebensversicherungsvertrages (und dazu zählen auch fondsgebundene Versicherungen) vor Laufzeitende so gut wie immer mit finanziellen Nachteilen verbunden ist.
  • Änderung der Kreditart (von Endfällig auf Annuität, also monatliche Rückführung der Schuld) bedeutet auch meist neue Kreditgebühren – und diese zahlt der Kunde.
  • Im Zuge der Änderung der Kreditart werden meist auch neue Konditionen „vorgeschlagen“ – wohl nicht zum Vorteil des Kunden. Oft handelt es sich hierbei um höhere Aufschläge auf den Basiszinssatz als ursprünglich bei Kreditvertragsbeginn ja ohnehin für die gesamte Laufzeit vereinbart.
  • Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Nebenkosten, welche auch gerne angepasst werden.
  •  Zudem hat man als Privatkreditnehmer wesentlich mehr Rechte als z.B. Unternehmen. Auch dies wird in den Beratungsgesprächen der Bank gerne vergessen.

Gerade deshalb ist es so gut wie unverzichtbar einen Fachmann/frau bei den Gesprächen an der Seite zu haben. Zuallererst wird dieser die gesamte Gesprächssituation beruhigen da das Gespräch auf fachlich hohem Niveau geführt werden kann, zudem kann sich damit ein Kreditkunde sicher sein dass seine Interessen gewahrt bleiben, denn (- ohne hier jemanden unterstellen zu wollen Kunden bewusst zu schädigen – ) ist man sich sonst sicher dass der angestellte Bankberater nicht vorwiegend die Interessen seines Vorgesetzten verfolgt?

Tipp:

  • Gehen Sie niemals alleine zu einem Bankgespräch, in dem es um Ihren Fremdwährungskredit geht.
  • Informieren Sie sich vorab bei Bank-unabhängigen Beratern über alle Vor/Nachteile der durch Ihre Bank vorgeschlagenen Handlungen, bevor Sie eine Änderung unterzeichnen.
  • Unterzeichen Sie niemals sofort – lassen Sie sich immer ein paar Tage Bedenkzeit geben. Sollte dies nicht gewünscht sein, ist dies bereits ein Hinweis darauf sehr vorsichtig zu sein.
  • Beratungsstellen: in der Wirtschaftskammer gemeldete Vermögensberater, welche auf dieses Thema spezialisiert sind, Arbeiterkammer, VKI, auf Fremdwährungskredite spezialisierte Rechtsanwälte.
  • Regelmäßige Überprüfung der Tilgungsträger – aber immer Vorsicht bei einer Tilgungsträger-Erneuerung (neue hohe Kosten wegen neuer Vertragserrichtungskosten). Zuerst prüfen inwieweit der alte Tilgungsträger „zum Leben erweckt“ werden kann.

Zusammengefasst:

Der Fremdwährungskredit ist ein sehr komplexes Thema.

Würden Sie eine Herzoperation selbst durchführen, wenn Sie das nicht studiert und keine jahrelange Praxis haben? Mit einem scharfen Messer, Zwirn und etwas Betaisodona kann man schon mal operieren. Aber wie sieht dann das Ergebnis aus?

Machen Sie gerne die Bremsenreparatur Ihres KFZ selbst – und fahren Sie anschließend beruhigt mit Ihren drei Kindern im Auto in die Berge?

Es gibt Fachleute – nutzen Sie diese – gerade für ein solch umfangreiches Thema wie den Fremdwährungskredit.

Peter Alexander Voitle; MBA Peter-Alexander Voitle, MBA,allgem. beeideter und gerichtl. zertifitzierter Sachverständiger;Gewerbl. Vermögensberaterakad. Finanzdienstleister & VersicherungsmaklerTel: +43 / 699 / 12220644; E-Mail: office@voitle.at; Homepage: www.voitle.at

Stellungnahme der FMA: http://www.fma.gv.at/typo3conf/ext/dam_download/secure.php?u=0&file=5509&t=1368200445&hash=d67aa1698f06caab9c21e6f750d7b616) (gelesen am 09.05.2013)

  • Ihre Bank hat laufend die Risikoentwicklung Ihres Fremdwährungskredites zu beobachten und zu analysieren sowie Sie über wesentliche Veränderungen der Risikolage zu informieren.
  • Ihre Bank ist überdies angehalten, bei einer wesentlichen Veränderung der Risikolage das persönliche Gespräch mit Ihnen zu suchen, und Ihnen Vorschläge zur Begrenzung des Risikos zu unterbreiten.
  • Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen dieses persönliche Beratungsgespräch bietet. Analysieren Sie gemeinsam mit dem Bankberater Ihre Risikolage und erarbeiten Sie gemeinsam eine maßgeschneiderte Lösung, um Ihr Risiko zu begrenzen.
  • Was für Sie die beste Lösung ist, muss individuell von Fall zu Fall beurteilt werden. Schließlich hängt diese unter anderem von Ihrem Einstiegskurs in die Fremdwährung, der Restlaufzeit des Kredites, Ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen, Ihrer Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit, den vereinbarten Sicherheiten für den Kredit und gegebenenfalls der Wertentwicklung des Tilgungsträgers ab.
  • Ihre Bank ist auf jeden Fall angehalten, Sie aktiv zu unterstützen, beispielsweise Ihnen jederzeit ein für Sie passendes Angebot zu legen.
  • Jede Änderung der Bedingungen Ihres Kreditvertrages bedarf aber grundsätzlich der Zustimmung beider Seiten – somit auch Ihrer Einwilligung.

Artikel als PDF zum Download: Wieder einmal Fremdwährungskredite von_SV Peter-Alexander Voitle, MBA

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Ein Gedanke zu „Wieder einmal Fremdwährungskredite…


  1. Hilfe bei Fremdwährungskrediten

    Wer einen Fremdwährungskredit laufen hat, ist derzeit nicht zu beneiden. Den Kopf in den Sand zu stecken ist die schlechteste Lösung. Wir sagen Ihnen, was Sie tun können, um Schlimmeres zu verhindern oder um Rückerstattungsansprüche in nicht unerheblicher Höhe zu realisieren. Viele Verträge wurden im Widerspruch zur geltenden Rechtsprechung vermittelt.

    Hier gibt es sehr gute Chancen für eine Rückabwicklung, wobei ein Rückerstattungsanspruch im 6 stelligen Bereich keine Seltenheit ist. Der gemeinnützige Verbraucherschutzverein LIQUIKON hat es sich zur Aufgabe gemacht, kostenlos für seine Mitglieder Darlehensverträge und Konten zu prüfen und aufzuzeigen wie man erfolgreich aus dieser Miesere wieder herauskommt.

    Mit allerbesten Grüßen aus Osnabrück
    Bettina Rackowitz, 1. Vorstandsvorsitzende

    http://www.Liquikon.de E-Mail Info@Liquikon.de,
    Tel. 05406- 8078271 * Fax 05406 – 8078270

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