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Gasunfälle enden oft mit Kohlenmonoxidvergiftung! – Bei Neubau "konventionelle Heiztechniken" überdenken

Nicht Beachtung der jährlichen Thermenwartung kann leben kosten – Ein Anreiz die konventionellen Heiztechniken zu überdenken!

Immer wieder beschäftigen sich die Medien mit Verletzten und Toten Personen aus Gasunfällen, kaum jemand nimmt dies zum Anlass die Gasversorgung an sich in Frage zu stellen.

Ich wohne in einem Passivhaus mit ausschließlich solarer Energieversorgung, kein Gas, kein Holz, nur die Sonne, bitte beim Neubau konventionelle Heiztechniken „überdenken“, ihr Obmann Günther Nussbaum-Sekora

Jährlich erleiden unglaublich viele Personen aufgrund nicht durchgeführter Gas-Thermenwartung eine CO-Vergiftung! Die Personen, die „nur“ an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung erkranken, sind ebenfalls „Glückspilze“, so wie diesen Montag in den österreichischen Medien erläuterten Fällen:

50 jährige im Badezimmer zusammengebrochen! Der Gatte hat seine Frau regungslos vorgefunden und allamierte die Rettung, die Retter reanimierten die 50 jährige aus Wien und transportierten die Frau und den Gatten ins Krankenhaus. Der 56 jährige Gatte dankte der Mutter-Gottes, nach Erhalt von Sauerstoff, dass sie überlebten. Bei solch Rettungsaktionen schweben „immer“ auch die Retter in Lebensgefahr! Eine 27 jährige aus Alsergrund sackte ebenfalls beim Duschen zu Boden. Der 14 jährige Seda A. erlitt ebenfalls dieser Tage eine Kohlenmonoxidvergiftung! Glück hatte auch ein anderes Paar aus Wien und blieben unverletzt weil die Familie den Defekt an der Therme bemerkten und rechtzeitig die Feuerwehr informierte. Kein solch großes Glück hatte zum Beispiel eine 20 jährige Wienerin, diese verunglückte aufgrund einer Kohlenmonoxidvergiftung!

  • Die Feuerwehr warnt: Abgase der Gasthermen ziehen bei Hitze nicht richtig ab – „Fenster bei Hitze immer“  – geöffnet halten!

Abgase können nicht richtig abziehen – Der durch die hohen Außentemperaturen entstehenden Niederdruck führt dazu, dass die Abgase durch die Rauchfänge nicht ausreichend abziehen können. Die Folge vor allem bei schlecht gewarteten Geräten ist, dass das Kohlenmonoxid aus den Abgasen in der Raumluft verbleibt. Bei normalen Temperaturen ziehen die heißen Abgase, die bei der Gasverbrennung entstehen, nach oben ab. Bei Hitze ist die Luft am Dach jedoch heißer als die Abgase.

Aus diesem Grund – ziehen die Abgase nicht ab, sondern strömen wieder zurück in den Raum.

Gasthermen immer ein Mal im Jahr warten, kann Leben retten! Eine Wartung, die gem. ÖVGW-Richtlinie G 81 durchgeführt wird, dauert je nach Verschmutzungsgrad mindestens eine Stunde. Die Landesinnung Wien der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker weist darauf hin, dass in Wien die Wartung und Überprüfung von Heizungsanlagen durch den Gesetzgeber genau geregelt ist: Wartung / Reinigung: jährlich

Abgasmessung

  • mit Gas befeuerten Feuerstätten mit mehr als 15 kW und weniger als 26 kW: alle 5 Jahre
  • mit Gas befeuerten Feuerstätten mit mehr als 26 kW: jährlich
  • Feuerstätten (Öl, Holz, Pellets,…) mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 15 kW:  alle 2 Jahre
  • Feuerstätten (Öl, Holz, Pellets,…) mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 50 kW: jährlich!
  • je schlechter sie gewartet sind, desto schlechter wird das Gas verbrannt!

Sind Thermen stark verschmutzt, kann auch der Abgasaustrittswächter, über den moderne Geräte verfügen, nicht auslösen, was eine zusätzliche Gefahr birgt.

Gas riecht man nicht „Vor allem bei kleinen Bädern und bei schlechter Belüftung kann die Therme schnell zum Problem werden, denn Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos“, so der Wiener Feuerwehrdirektor Friedrich Perner. Das Kohlenmonoxid blockiert die Sauerstoffaufnahme im Körper und kann so schon in kleinen Mengen irreversible Schäden anrichten oder sogar zum Tod führen.

„Bemerkbar ist das giftige Gas erst bei Übelkeit und Kopfweh – dann sollte man schnell handeln und lüften, frischen Sauerstoff einatmen und die Rettung rufen!“

Räume mit Thermen bei Hitze ständig lüften!

Um Unfälle zu vermeiden ist es bei sommerlichem Wetter sehr wichtig, Räume mit Thermen möglichst andauernd zu belüften. Grundsätzlich wird geraten, Räume mit einer Gastherme bei extremer Hitze nie vollständig zu verschließen. Es sollte immer ein Fenster geöffnet sein. Auch bieten Kohlenmonoxidwächter einen zusätzlichen Schutz, Information dazu auf First Alert.

Bildquelle: Ronny Gedamke; www.schornsteinfeger-maengel.de

Bildquelle: Ronny Gedamke; www.schornsteinfeger-maengel.de

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Ein Gedanke zu „Gasunfälle enden oft mit Kohlenmonoxidvergiftung! – Bei Neubau "konventionelle Heiztechniken" überdenken

  1. BHH Redaktion says:  

    An „ALLE“ Gasthermennutzer – Aufgrund der zahlreichen Unfälle bezüglich defekter Gasthermen raten wir zur jährlichen Überprüfung Ihrer Therme. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wird von Fachleuten auch die Montage von Kohlenmonoxid-Warnmelder empfohlen!

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