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Elektroniker – ein spannender Beruf mit Zukunft!

Elektroniker beziehungsweise Elektronikerin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der ein vielseitiges Aufgabenspektrum bietet! Die frühere Bezeichnung Elektriker oder Elektroinstallateur gibt es heute nicht mehr.

Die Ausbildung unterteilt sich in die Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik und dauert dreieinhalb Jahre, unabhängig von der jeweiligen Fachrichtung. Ein Interesse an Mathematik, Physik und Technik ist dabei notwendige Voraussetzung und man sollte gerne mit technischen Anlagen und Geräten umgehen. Es gibt keine Zulassungsbedingung, aber hauptsächlich werden Bewerber eingestellt, die mindestens Mittlere Reife haben.

Zu den Inhalten der Ausbildung gehören Kenntnisse über Schaltgerätekombinationen, Stromkreise, die Messung und Bewertung von elektronischen Größen, die Installation von Betriebs- und Sicherheitssystemen, das Durchführen von Wartungen und Inspektionen, das Prüfen von Schutzmaßnahmen, das Verlegen von Hochfrequenzleitungen, Energie- und Kommunikationskabeln, das Aufnehmen von Störungsmeldungen sowie der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Im zweiten Ausbildungsjahr beginnt schließlich die Spezialisierung.

Ausbildung in drei verschiedenen Fachrichtungen

In der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik wird vermittelt, wie man elektrotechnische Anlagen plant und installiert, Fernwirk- und Gebäudeleiteinrichtungen konfiguriert und gebäudetechnische Systeme instand hält. Die Auszubildenden lernen, wie man Steuerungsprogramme erstellt, Parameter definiert, elektrische Größen misst und Elektrosysteme testet. Sie installieren Empfangs und Breitbandkommunikationsanlagen sowie Fernmeldenetze, prüfen elektrische Sicherheitseinrichtungen, ermitteln Störungsursachen und beseitigen Fehler. Per Computer führen sie notwendige Tests und Dokumentationen durch. Die Beschäftigung erfolgt in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks, im Elektromaschinenbau, bei Flughafenbetrieben, oder technischen Gebäudeausrüstern.

Elektroniker der Automatisierungstechnik planen und installieren Industrieanlagen, arbeiten bei Herstellern oder Verwendern von Automatisierungssystemen im Bereich Automotive, Maschinen- und Anlagenbau. Sie beschäftigen sich dabei mit den Automatisierungssystemen und betreuen Verkehrsleit- und Fertigungsanlagen sowie Heizungs- und Lüftungssysteme. Dabei analysieren die Elektroniker die Funktionszusammenhänge und sorgen dafür, dass elektronische Steuerungen die verschiedenen Antriebe nach den Betriebsanforderungen regeln. Sie programmieren und testen die Anlagen, nehmen sie in Betrieb und weisen die künftigen Anwender in deren Bedienung ein. Treten Störungen auf, suchen die Elektroniker nach den Ursachen und beheben diese. Bei Wartungsarbeiten prüfen sie die elektrischen Schutzmaßnahmen und Sicherheitseinrichtungen und beraten Kunden über technische Möglichkeiten, Serviceangebote und Kosten.

Elektroniker der Informations- und Telekommunikationstechnik sind für die Projektierung und Installation von Netzwerken und Telekommunikationsanlagen zuständig, also Datenverarbeitungs- und Datenübertragungsanlagen, Alarm- und Telefonanlagen, Zutrittskontrollanlagen sowie Überwachungssysteme. Dabei passen sie Software an, führen Tests durch, prüfen elektrische Schutzmaßnahmen und Sicherheitseinrichtungen, setzen defekte Anlagen instand und führen Wartungsarbeiten durch. Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik arbeiten zum Beispiel in Betrieben der Elektroinstallation, bei Herstellern von EDV-Anlagen oder Betreibern von  Kabelnetzen.

Durch verschiedene Weiterbildungen können sich Elektroniker zusätzlich spezialisieren. Zur Auswahl stehen dazu unter anderem die Bereiche Mechatronik, Kundendienst, Qualitätskontrolle oder  EDV-Anwendungen in der Elektrik.

Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Jahr bei 505 EUR, im zweiten bei 566 EUR, im dritten bei EUR 625 EUR und im vierten Jahr bei EUR 687. Ein pauschales Einstiegsgehalt gibt es nicht, da der Verdienst von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie der Art des Arbeitgebers oder der Region.

Informationen zu diesem Beruf findet man bei entsprechenden Betrieben in der näheren Umgebung. Hier kann man genauere Einzelheiten erfahren oder einen Tag zum Probearbeiten vereinbaren, um herauszufinden, ob dieser Beruf zu einem passen könnte.

Bildquelle: SV Günther Nussbaum-Sekora; Undichtheiten bei der Elektroinstallation -> Bauschadensgefahr

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