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Den Garten Sommerfit machen

Der Garten im Mai

Was haben der Gärtner und die Gärtnerin im April zu tun? So pauschal lässt sich das gar nicht sagen, denn es hängt sowohl vom Klima als auch von der in jedem Jahr ganz individuellen Wetterlage ab. Wer beispielsweise schon im März den Rasen vertikutiert hat, weil es einfach von den Temperaturen her nötig war, wird das im April nicht noch einmal tun müssen. In warmen, milden Jahren finden die Gartenarbeiten einfach einen Monat früher statt. Ist der April besonders kalt und stürmisch, dürfen einige Arbeiten auch bis in den Mai warten. Daher ist der Ratgeber grundsätzlich nur eine grobe Richtlinie.

Miniteich oder Gartenteich?

Ist der Gartenteich fest angelegt, muss spätestens im April das Laubfangnetz entfernt werden. Das Netz hat im Herbst dafür gesorgt, dass Blätter und Äste nicht in den Teich gelangen und das Wasser kippen lassen. Jetzt muss alles tote Pflanzenmaterial abgefischt werden, so dass Wasser, Pflanzen und Tiere Luft und Sonne abbekommen. Ist der Teich verschlammt, muss außerdem der Bodenschlamm entfernt werden. Das kann manuell mit einem Teichabsauger passieren, kann aber auch über in das Wasser gegebene Chemikalien gemacht werden. Wird der Bodenschlamm abgeschöpft oder -gesaugt, sollten die darin befindlichen Tiere die Chance haben, wieder in den Teich zurück zu gelangen: Dafür wird der Schlamm am Ufer ausgebreitet. Die Uferbegrünung muss außerdem beschnitten werden.

Wer einen Miniteich hat, der über Winter in der Garage oder im Keller lagert, darf den im April schon wieder nach draußen bringen. Die ersten Pflanzen können jetzt schon eingebracht werden, die Uferbegrünung kann in Ordnung gebracht werden und der Springbrunnen darf eingeschaltet werden.

Rasen vertikutieren, ausdünnen, düngen und nachsähen

Kein Garten ohne Rasenfläche: Im Winter wächst allerdings recht viel Moos zwischen dem Gras, und im Frühjahr machen sich allerlei unerwünschte Pflanzen darin breit. Mit einem Vertikutierer (erhältlich bei hellweg.de) kann den meisten davon auf den Leib gerückt werden, das Moos wird entfernt und der Boden wird etwas lockerer. Dadurch kann der Rasen Dünger besser aufnehmen, kahle Stellen werden sichtbar. Die sollten spätestens im April nachgesät werden.

Auf Tiere Rücksicht nehmen

Stauden und Bäume müssen im Frühjahr geschnitten werden, wenn das nicht knapp vor Wintereinbruch schon geschehen ist. Wichtig: Das muss passieren, bevor die Vögel mit dem Nestbau beginnen. Denn wer dann erst anfängt zu schneiden, vertreibt die Tiere aus dem Garten, was den Singvogelbestand in Deutschland noch weiter belasten würde.

Um den Garten halbwegs tierfreundlich zu gestalten, sollten im Frühjahr schon erste Blühpflanzen gesetzt werden. Traubenhyazinthen, Narzissen, Gänseblümchen, Tulpen und Primeln locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Auch die meisten Küchenkräuter sind bei Schmetterlingen und Hummeln beliebt, sie blühen allerdings erst später. Ab April dürfen sie aber schon im Freiland sein. Setzlinge gibt es im Gartencenter. Wer sich die Kräuter selbst ziehen will, kann das schon im Winter mit einem Mini-Grünhaus auf der Fensterbank tun.

Die ersten hungrigen Nacktschnecken sind auch schon im April im Garten unterwegs. Schneckenkorn kann jetzt schon ausgebracht werden. Aber es geht auch natürlicher: Die Nacktschnecken mögen nicht alle Pflanzen. Rosmarin und Thymian können außen um das Kräuterbeet herum gepflanzt werden, Schnecken werden bei dichter Bepflanzung nicht hindurchgehen. Sie mögen diese Pflanzen nicht. Im Blumenbeet sind Eisenhut und Fingerhut sehr hübsch anzusehen, Schnecken meiden diese Pflanzen. Allerdings sind sie auch nicht für Gärten geeignet, in denen Kinder spielen. Fetthenne und Hauswurz können da eine Alternative sein, Gräser und Farne ebenfalls. Bierfallen, Schneckenzäune und Gift haben sich zwar bisweilen auch bewährt, treffen aber meist nicht nur die Schnecken. Wer Nacktschnecken so natürlich wie möglich bekämpfen will, mietet sich Laufenten.

Bildquelle: pexels.com, rawpixel.com

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