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Ungarische Bauqualität und Facharbeitermangel

Hier soll kein politischer Beitrag geschrieben werden, wenn wir uns zu nationalen Fragen äußern dann immer nur im Zusammenhang mit Fragen zur Bauqualität, aufklärend in dem Sinne dass jeder Bauherr, jede Baufrau von Fehlern anderer profitiert, bzw. gemachte Fehler nicht wiederholt werden.

So sollen alle vor Billig-Anbietern am Bau gewarnt sein, aber auch die in letzter Zeit immer häufiger auftretenden Baumängel bei Firmen aus den neuen EU-Ländern geben Grund zur Sorge…

Bau- und Fertigteilhausfirmen aus dem Osten erhoffen sich gute Geschäfte

Die Baubranche in Ungarn liegt de facto am Boden, Aufträge werden zögerlich oder nur bei wirklicher Notwendigkeit vergeben. Den Privaten fehlt es an finanziellen Mitteln, die Schwarzarbeit blüht. Seit Mai 2004 ist Ungarn Mitglied der EU., seit Mai 2011 ist es auch möglich Arbeitskräfte aus Ungarn in Ö. anzumelden. Es tut sich etwas. Der Facharbeitermangel stellt ein Riesenproblem auch in Österreich dar, ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland wäre die Bauwirtschaft vermutlich eine Bauwüste. Nur ist den österreichischen Bauunternehmern geraten Fremdarbeiter nicht nur wegen der anfangs günstigen Lohnkosten einzustellen, die Leute sind motiviert benötigen aber eine Ausbildung und permanente Schulung. Die Zeiten wo Hilfsarbeiter gebraucht wurden sind längst vorbei, es fehlt an ausgebildeten Facharbeitern.

Wenig Einfluss -und auch Hoffnung- besteht bei Aufträgen welche an Firmen aus den neuen EU-Ländern wie Ungarn, Polen, Slowakei vergeben werden. Hier fehlt es oft auch den Führungskräften an bautechnischem know-how, wer hier glaubt günstig ein Haus kaufen zu können bekommt oft den bautechnischen Super-Gau.

Demnach häufen sich in den letzten Monaten Fälle wo sachverständige Hilfe zu Bauproblemen gefragt wird. Fälle wo der Bauträger, die Baufirma aus den neuen EU-Ländern kommt. Bei gegenständlichem Fall liegen Baufehler an de facto allen wesentlichen Bauteilen vor, während die Unternehmer selbst oft sehr wißbegierig und interessiert sind, verstehen die ausführenden Handwerker die Welt nicht mehr. Bauen sie doch immer schon so, was kann da in Österreich schon anders sein… Besonders detailgenaue Anforderungen können oftmals nicht ansatzweise umgesetzt werden. Eine Steinfassade eingebunden in ein Wärmedämmverbundsystem? Kein Problem, vorerst nicht. Luftdichtes Bauen, wird schon gehen. Wer derartige Baufirmen mit der Errichtung ihres Lebenstraumes beauftragt sollte eine permanente Baukontrolle und Bauplanung bezahlen. Nur ist dann der finanzielle Vorteil wieder weg…

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