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Gasalarm in Schule – Sicherheitshinweise für den Gebrauch von Gasgeräten

Evakuierung nach Gasalarm!

Ein Schüler hatte am Dienstag den 06.12.2011 „Gas“ gerochen und so ließ ein Lehrer die Handelsakademie in der Donaustadt gegen 9:00 evakuieren. Weil der Lehrer schnell reagierte waren die Schüler nicht in Gefahr. Rettung, Gaswerk und Feuerwehr waren schnell zur Stelle. Überhöhte Kohlenmonoxidwerte wurden in einem Raum gemessen. Ein Fünf-Liter-Durchlauferhitzer ohne Abzug war laut Wienenergie zu lange in Betrieb und musste ausgetauscht werden.

Veraltete kleine Durchlauferhitzer haben keine Abgasanlage. Wenn so ein Gerät zu lange im Betrieb ist oder mangelnde Wartung aufweist entsteht bei der Verbrennung von Erdgas „Kohlenmonoxid, dieses sich mit der Raumluft verbindet. Seit 1981 dürfen 5-Liter Durchlauferhitzer ohne Abgasanschluß nur noch mit eingebauter Sauerstoffmangelsicherung montiert werden. Ab 1985 auch das nur dann, wenn beim Tausch des Gerätes aus baulichen Gründen kein Kaminanschluß möglich ist.

  • Alle Jahre wieder!

In diesen Tagen musste auch ein 2-jähriges Kind mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus . Auch hier war ein defekter Gasdurchlauferhitzer schuld gewesen. Nächste Meldung: Wien-Favoriten; Ein Vater und sein Sohn wurden auf Kohlenmonoxidvergiftung untersucht, in der Wohnung wurde eine Gaskombitherme defekt vorgefunden. Jedes Jahr folgen ähnliche Meldungen, meist sind es vernachlässigte Wartungen die diese Gefahr des schleichenden Todes mit sich bringen.

  • Eine jährliche Wartung durch einem Fachmann wird dringend empfohlen!

Speziell bei veralteten Durchlauferhitzer kommt es jedes Jahr auch zu Todesfällen nach Kohlenmonoxidvergiftung. Bei Wohnungen oder Häuser mit Gasanschluß ist es unablässig während der Heizsaison auf ausreichende Belüftung zu achten! Um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen bieten Kohlenmonoxidwächter einen zusätzlichen Schutz! Nähere Information dazu auf first-alert.at und flammex.cc!

  • Regelmäßige Wartung erhöht die Sicherheit!

5-Liter-Warmwasserheizer ohne Kaminanschluß – Überprüfung alle 2 Jahre! Unabhängig von der  Abgasmessung ist die Wichtigkeit eine jährlichen Wartung, bei dieser werden durch Schmutz verlegte Abgaswege gereinigt und Sicherheitsventile überprüft! Eine Wartung, die gem. ÖVGW-Richtlinie G 81 durchgeführt wird, dauert je nach Verschmutzungsgrad mindestens eine Stunde. Im Detail werden folgende Arbeiten gemacht:

  • Gründliche Reinigung des Brenners
  • Reinigung des Wärmetauschers samt Lamellen
  • Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes
  • Überprüfung der Einstellungen und gegebenenfalls Nachjustierung  – gegebenenfalls Optimierung der Einstellungen
  • Entlüftung und Probelauf der Heizung
  • Austausch von typischen Verschleißteilen wie Zündelektroden, wenn notwendig (Material wird extra verrechnet, Arbeitszeit ist nicht im Materialpreis enthalten, Verrechnung der aufgewendeten Arbeitszeit nach Aufwand)
  • Funktionsprüfung

Schlechte Verbrennung führt zu einer weiteren Rußbildung und damit zu einer Verschärfung der Probleme. Schlechte Verbrennung kann durch Kohlenmonoxidbildung Leben und Gesundheit gefährden!

  • Stark verschmutzte Geräte können das Kohlenmonoxid statt in den Rauchfang in den Raum leiten!

Kohlenmonoxid ist ein farbloses, giftiges Gas, dass wir weder riechen noch schmecken können. Vergiftungen mit Kohlenmonoxid können lebensgefährlich sein. Schlechte Verbrennung führt zu höherem Gasverbrauch und damit zu einem höheren CO-Ausstoß.

Das Wiener Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und Klimaanlagengesetz schreibt die jährliche Reinigung aller Feuerungsanlagen eindeutig vor (§ 15a). „Die Veranlassung der Wartung von Feuerstätten in und die Beseitigung der Ablagerungen aus sonstigen Räumen obliegt deren Benutzern.“

  • Wartung / Reinigung: Jährlich
  • Abgasmessung  mit Gas befeuerten Feuerstätten mit mehr als 15 kW und weniger als 26 kW: alle 5 Jahre
  • mit Gas befeuerten Feuerstätten mit mehr als 26 kW: jährlich
  • Feuerstätten (Öl, Holz, Pellets,…) mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 15 kW: alle 2 Jahre
  • Feuerstätten (Öl, Holz, Pellets,…) mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 50 kW: jährlich

Thermenwartung ist und bleibt Pflicht –  so die  „Wiener Landesinnung für Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker!

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