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„Schimmelproblematik – ein Weg der erfolgreichen Sanierung“

Schimmel im Wohnbereich

„Hier riecht es nach Schimmel“ – war eines Tages die Bemerkung von Frau Schuller aus U., nachdem sie vor einem Jahr in eine 20 Jahre alte Eigentumswohnung umgezogen waren. Herr Schuller hat wochenlang die Ursache gesucht, konnte nirgends einen Schimmelbefall feststellen. Weder Wände noch Möbel noch Textilien hatten einen sichtbaren Schimmelbefall.

In seiner Not hat Herr Schuller einen Bereich der Wand aufgemeißelt, da die Wand sich beim Abklopfen „hohl“ anhörte. Hinter der Gipskartonverschalung kam das Malheur zu Tage: Verschimmelte Mineralwolle und von hinten angeschimmelte Gipskartonplatten strömten einen unangenehm modrig-faulen Geruch aus.

Der Bereich zwischen Wand und Platte war von Schimmelpilzstrukturen komplett befallen. Siehe Bild 1 und Bild 2

Der hinzugezogene Sachverständige erkannte die Ursache schnell. Die Konstruktion hätte dampfdicht ausfallen sollen. Allerdings sind solche Konstruktionen generell schwer komplett dampfdicht zu konstruieren. Falls es dem erfahrenen Verarbeiter dennoch gelingen sollte, die Konstruktion wirklich dampfdicht einzubauen, so ist es spätestens der erste Nagel oder Wandhaken, der die dampfdichte Haut durchstößt und somit völlig zerstört.

  • Kondensfeuchte tritt ein und bildet mit den vorhandenen Materialien einen hervorragenden Nährboden für Schimmel.

Die vorgebaute Wand samt Dämmung wurde sorgfältig entsorgt, der Putz angeschliffen und eine Schimmelbehandlung mit Wasserstoffperoxid durchgeführt. Der Sachverständige führte danach Temperaturmessungen an der Außenwand durch und konnte Wärmebrücken feststellen, die wieder kurzfristig zu Schimmelbildung geführt hätten. Als Sanierungsmaßnahme wurde das vollflächige Anbringen von Calciumsilikat-Platten aus dem Hause des dänischen Herstellers empfohlen. Diese Platten erhöhen die Wandoberflächentemperatur beträchtlich. Des Weiteren sind sie diffusionsoffen und kapillaraktiv, so dass auftretende Feuchtigkeit schnell an die Wandoberfläche geführt werden und von dort verdunsten können. Diese Diffusionsoffenheit und Kapillarität bewirkt, dass die normalerweise auftretenden Bedenken bei Innendämmungen getrost hinten angestellt werden können. Der „dänische   Hersteller“ ist der einzige Hersteller der keinen Quarzsand verwendet, da dieser auf der Liste der krebserregenden Stoffe steht.

  • Es kommt nicht mehr zur Schimmelbildung auf der Wand und auch nicht zwischen Wand und Platte!

Bild 3 und Bild 4 – Sanierung mit Calciumsilikat Produkten

Mit der Sanierung verschwand der Schimmelgeruch, die Wandtemperatur war angenehm warm und der Heizenergiebedarf optimiert. Nach einem Jahr wurden seitens des Sachverständigen Messungen zwischen Wand und Platte durchgeführt und der Eigentümerin eine Unbedenklichkeitserklärung ausgestellt, die Wohnung war schimmelfrei. Diese Calciumsilikat-Platten und deren Zubehör können beim österreichischen Großhändler „Power Protect“ direkt bezogen werden. Weitere Informationen zur Innenwärmedämmung und nachhaltigen Schimmelsanierung finden sie auf power-protect.co.at; Peter Riede

Bild 1 – Schimmelpilzstrukturen zwischen Wand und Platte
Bild 2 – Schimmelpilzstrukturen im Wandbereich nach demontierter Holzkonstruktion.
Bild 3 – Sanierungsmaßnahme – nach erfolgreicher Schimmelbehandlung wurden Calciumsilikat-Platten vollflächig montiert. Calciumsilikat-Platten erhöhen die Wandoberflächentemperatur beträchtlich und verhindern die Ansiedlung von Schimmelsporen.
Bild 4 – casipro Glättspachtel – casipro Glättspachtel eignet sich zur Abspachtelung der casipro Klimaplatte –  Grundlage für nachfolgende Farbanstriche.
   
   
   
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