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Sanieren oder modernisieren? – Dämmen mit Erdölprodukten oder Hanf?

Am 6. September 2013 ab 15:30 veranstaltet Hausverstand.Com/OpenLab vier Diskussionen auf dem Siebensternplatz in siebenten Bezirk in Wien. Thema: Nachhaltig bauen und modernisieren! Von DI Winfried Schuh (Hausverstand.Com)

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Ein Gründerzeithaus in Wien, die Fassade ist grau in grau. Der Hauseigentümer will eine nachhaltige Modernisierung des Hauses. Er will auch eine thermische Sanierung. Doch was tun mit all den Gesimsen und Balkonen, mit den Löwenköpfen und Säulenkapitellen? Kann die charmante Gründerzeitfassade gedämmt werden? Funktioniert eine Innendämmung der Räume, tritt da kein Schimmel auf?

Dasselbe Gründerzeithaus. 15 unbefristete Mietverträge. Nach der thermisch-energetischen Sanierung werden die Mieter ihre Heizkosten auf ein Viertel senken können. Doch welchen wirtschaftlichen Nutzen hat davon der Hauseigentümer?

Dasselbe Gründerzeithaus. Ein Sanierungskonzept liegt vor: Kunststofffenster statt der Holzkastenfenster, EPS-Dämmung auf den Fassaden. Der Hauseigentümer fühlt sich unwohl angesichts der erdölbasierten Sanierung. Was sind die Alternativen? Hanf, Schafwolle – ist das denn seriös?

Am 6. September 2013 sollen diese Fragen – und hundert weitere – erörtert werden. Im öffentlichen Raum, auf dem Siebensternplatz im siebenten Bezirk in Wien. Von 16 bis 18:30 Uhr werden in vier Gesprächsrunden wesentliche Themen zur Zukunft des Wohnens und Arbeitens in einer Stadt mit sanierungsbedürftigen Gebäuden diskutiert.

Im ersten Panel (16 – 16:30 Uhr) geht es um die Adaptierung historisch wertvoller Gebäude für eine zeitgemäße Nutzung. ExpertInnen des Bundesdenkmalamts treffen auf Architekten und Bauphysiker.

Im zweiten Panel (16:30 – 17 Uhr) geht es um innovative Modernisierung aus der Sicht von Projektentwicklern, und ob das derzeit gültige Mietrecht einer nachhaltigen thermisch-energetischen Modernisierung im Wege steht.

Im dritten Panel (17:30 – 18 Uhr) wird gefragt, welche Impulse Baugemeinschaften zur Entwicklung der Stadt geben. Gemeinsam getroffene Entscheidungen beim Bauen, ein an der Gemeinschaft orientiertes Wohnen – ist das ein Trend, der den Nerv der Zeit trifft? Ist das ein Gegenentwurf zum klassischen Einfamilienhaus am Stadtrand und zur anonymen Mietwohnung in einem Zinshaus?

Im vierten Panel (18 – 18.30 Uhr) wird erörtert, welche Möglichkeiten es zur Dämmung von Gebäuden gibt, neben dem am häufigsten verwendeten Dämmstoff Polystrol, der aus Erdöl produziert wird. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Hanf, Schafwolle und Zellulose, erscheinen vielen Menschen als ökologisch sinnvolle und nachhaltige Alternative.

Bildquelle: www.hausverstand.com; Projekt Spengergasse

Bildquelle: www.hausverstand.com; Projekt Spengergasse

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