Sie sind hier: Bauherrenhilfe.org > Verbrauchertipps > Ökostrom im Haushalt, lohnt sich das?

Ökostrom im Haushalt, lohnt sich das?

Der Trend zu Ökostrom ist schon seit Jahren ungebrochen. Rund sechs Millionen Haushalte und Gewerbekunden nutzen heute den sogenannten „grünen Strom“. Leider ist das im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung verhältnismäßig wenig, denn viele Verbraucher vertrauen dem grünen Strom noch immer nicht.

Viele Verbraucher sind unsicher

Ohne elektrische Energie geht es nicht. Daher stehen viele Menschen dem Thema Ökostrom nach wie vor sehr sensibel gegenüber. Zu den Fragen, die immer wieder gestellt werden und von einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter abhalten, sind unter anderem:

– Leistet die grüne Energie das Gleiche wie der konventionelle Strom?
– Kommt der Strom auch in der ÖKO-Variante verlässlich aus der Steckdose?
– Kostet Ökostrom am Ende doch mehr als der alte Energielieferant?
– Nützt die alternative Energie auch wirklich der Umwelt?
– Liefert Ökostrom die gleiche elektrische Energie?

Ob Waschmaschine, Fernseher, Licht, Heizung oder warmes Wasser – Ökostrom versorgt genau wie die konventionelle Variante den ganzen Haushalt mit Energie. Einen Unterschied bezüglich der elektrischen Leistung gibt es nicht. Dennoch gibt es einen anderen wichtigen Unterschied zum herkömmlichen Strom. Ökostrom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Wasser- oder Solarenergie. Allerdings erfordert die Gewinnung der umweltfreundlichen Energie erheblich mehr Aufwand. Stellt sich die Frage, ob dadurch der Strompreis nicht automatisch höher ist?

Immer die Stromanbieter vergleichen

Ökostrom wird vom Staat subventioniert, was den grünen Energiestromanbietern bei der Preisgestaltung einen verhältnismäßig großen Handlungsspielraum ermöglicht. Diesbezüglich hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass Ökoenergie zurzeit nicht mehr teurer ist als der konventionell erzeugte Strom. Im Gegenteil, denn aufgrund des mittlerweile hart geführten Konkurrenzkampfs unzähliger Anbieter auf dem deutschen Energiemarkt, können Kunden durch die Wahl des richtigen Stromtarifs viel Geld sparen.

Dabei ist es sehr wichtig, die verschiedenen Angebote der Energielieferanten mit einander zu vergleichen. Nur so ist es möglich einen wirklich günstigen Tarif zu bekommen.

Aktuell gibt es zahllose Anbieter von Ökostrom und ebenso viele unterschiedliche Tarife. Wer kein Experte ist, verliert hier schnell die Übersicht. Im Internet gibt es zahlreiche Portale, die kostenlos und unverbindlich einen Stromvergleichsrechner zur Verfügung stellen. Wer diesen Service nutzt, kann bequem und schnell den individuell passenden Ökostromlieferanten finden.

Normalstrom trotz Ökostromvertrag?

Aber, wer glaubt, mit dem Abschluss eines Ökostromvertrages seinen Haushalt nicht mehr mit Atomenergie zu betreiben, der irrt sich leider. Befindet sich in der Nähe ein Wind-, Wasser- oder Solarkraftwerk ist die Chance auch wirklich Ökostrom zu erhalten recht hoch. Für alle anderen Kunden kann es durchaus sein, dass trotz des Ökotarifes, wie bisher konventionelle Energie geliefert wird. Warum ist das so? Noch ist es nicht möglich jeden Haushalt direkt an eine alternative Energiequelle anzuschließen. Daher muss der Lieferant zwangsläufig auf herkömmliche Energiequellen zurückgreifen, um den Stromlieferungsvertrag mit dem Kunden erfüllen zu können.

Aktiv den deutschen Strommarkt ändern

Auch wenn unter Umständen kein Ökostrom aus der Steckdose kommt, wird mit dem Ökostromvertrag doch etwas für die Umwelt getan. Jeder Anbieter von Ökostrom ist verpflichtet die im Vertrag festgelegte Menge an grüner Energie irgendwo ins Netz zu speisen. Somit hilft jeder Ökostromvertrag aktiv, den deutschen Strommarkt zu verändern.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/energiewende-gr%C3%BCne-energie-49557/

Share
Veröffentlicht am 25. April, 2017 von Dohnal