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Niederspannungsleitung bis 400V – Stromschlaggefahr?

Vorsicht „Strom“- Useranfrage: Wenn man sich unmittelbar, für längere Zeit neben einer Stromleitung mit niedriger Stromspannung befindet,  besteht die Möglichkeit einen Stromschlag zu erleiden obwohl man nicht mit der Leitung in Berührung kommt?

Bauherrenhilfeautor Ing. Gerhard Jungbauer:

Bei dieser Anfrage ist zu  unterscheiden ob es sich um Niederspannungsleitungen bis 400V oder um Leitungen höherer Spannung handelt. Ausgangspunkt Niederspannungsleitungen bis zu 400 V: Wenn man mit dieser Leitung nicht direkt in Berührung kommt und wenn diese Leitung mit einer intakten Isolierung versehen ist besteht keine Gefahr einen Stromschlag zu erhalten. Sollten sie sich längere Zeit in unmittelbarem Bereich dieser Leitung aufhalten, zum Beispiel eine Stromleitung im Schlafzimmer neben dem Bett, besteht zwar keine Gefahr eines direkten Stromschlages, es kann jedoch langfristig gesehen zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen.

Bei Leitungen höherer Spannung handelt es sich um Freileitungen zur Übertragung von Energie.

Diese beginnen ab 1000 Volt bis 220 000 Volt. Unglücksfälle mit Starkstrom (über 1000 Volt) können für die Betroffenen verheerende Auswirkungen haben. In der Regel kommt der Normalverbraucher mit diesen Leitungen kaum in Berührung kommt. Als Faustregel gilt: Ein Überschlag erfolgt auf 1cm je 1000 Volt. Das heißt bei einer Hochspannungsfreileitung mit 20 000 Volt besteht die Gefahr  eines Überschlages in 20cm Abstand. Das kann jedoch in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit erheblich variieren (Nebel)!

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