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Lehmprodukte: Diskussion zur Pressemeldung zu Naturboprodukt

Wohlfühlen auf eine natürliche Art und Weise mit …

D-Nesselwang: Durch Naturbo Lehmplatten kann die Gebäude Feuchtigkeit um 90 Prozent gesenkt werden. Das patentierte System ermöglicht ein gesundes Leben und spart auch noch Geld. Naturbo-clima, Naturbo-windows und Naturbo-therm: das sind Lehmprodukte, die für umweltschonende und gesunde Lebensweise stehen.

Lehm ist als ökologischer Baustoff ideal für Allergiker. Er reguliert die Luftfeuchtigkeit im Raum, bindet Gerüche und Schadstoffe, speichert Wärme und reduziert sogar Elektrosmog.

Damit sorgen Naturbo – Lehmbauplatten für ein geniales Raumklima. Naturbo-Lehmbauplatten sind sehr stabil und selbsttragend. Die Montage von Bildern und ähnlichem stellt kein Problem dar. Sie halten damit leicht dem Vergleich mit klassischen Gipskartonwänden stand. Erst durch Naturbo ist der Einsatz von Lehmputz im Innenausbau möglich, ohne wochenlange Trocknungszeiten in Kauf nehmen zu müssen. Denn das Naturbo Lehmputz-Trockenbausystem verfügt über einen hohen Vorfertigungsgrad.

Es  wird überall dort eingesetzt, wo Trockenbau sinnvoll ist – bei Renovierungen und Sanierungen, in Wohn- und Geschäftsräumen, selbst in Bad und WC, und natürlich bei neuen und bestehenden Holzhäusern.

Interessant ist auch die spezielle Lösung für Nischen und Fensterleibungen. Die speziell entwickelte Lehmplatte Naturbo-windows ist so konzipiert, dass sie ohne Kontakt zur Rohbauwand montiert werden kann. Auf diese Weise werden Spannungsrisse weitgehend vermieden. Ursprungsartikel

Wandheizungdetail

Bildquelle: EMOTON Wandheizungdetail

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2 Gedanken zu „Lehmprodukte: Diskussion zur Pressemeldung zu Naturboprodukt


  1. 1) Vor den Produkten der Fa. Naturbo zu warnen – kann ich nicht bestätigen – davor in Österreich ein „zum Patent angemeldetes“ Produkt zu verkaufen sehrwohl. Anmelden kann ich jedes Produkt, heißt aber noch lange nicht, dass man auch ein Patent erhält! In diesem Fall besitzt ein österreichischer Tonputzproduzent den Musterschutz auf einlagige Tonputze und Lehmputze auf Holzweichfaserplatten. 2) Trocknungszeit – Dies tut mit Maß und Ziel ausgeheizt nichts zur Sache. 3) Massediskussion, Rohr in Dämmplatte – Die umgebende Holzweichfaserplatte stellt einen sehr guten Wärmespeicher dar. Diese Massediskussion für zB. Holzriegelbauten mit innen verarbeiteter Holzweichfaser halte ich demnach für entbehrlich. 4) Montage – Ein korrektes Montagebild konnte auch ich nicht finden, kann jedoch bestimmt angefordert werden oder liegt bei. 5) Komplette Montagebeschreibung – Sollte es schon geben, wird jedoch sicher wegen angeblicher Patentanmeldung noch nicht publiziert. 6) Preis Naturboprodukt – Das ist der Punkt! Bei diesem System kann nur von Mehrpreis und nicht von Mehrwert gesprochen werden. Preisbeispiele: 105,67€ / m² Wandheizungsplatte des genannten Herstellers. 7) Gegenüberstellung: Materialkosten in Österreich: 3,33€ /m²- 20mm Holzweichfaserplatte, 4,45€ /m² – Grobputz, 9,81€ /m²-Tonputz oder 12,00€ /m²- Lehmputz 1,44€ /m² – Glasseidengewebe, 35,00€ /m² – Wandheizungsmodul; ergibt Materialkosten mit Tonputz: 54,03€ Plus ca.12,00€ Verarbeitung + 8 Montage – Somit vom Handwerksbetrieb verarbeitet ca. 75,00€ /m²; ergibt Materialkosten mit Lehmputz: 56,22€ plus ca.16,00€ Verarbeitung + 8 Montage Somit vom Handwerksbetrieb verarbeitet ca. 81,00€ /m² . 8) Rissbildungen nicht ausgeschlossen – Dem kann ich nur Zustimmen! Dies ist das generelle Problem bei Lehmbauplatten. Wer vollflächig armiert beugt einer eventuellen Rissbildung allemal besser vor als mit eingelegten Streifen. 9) Das Beiputzen der Stoßschlitze ist schwierig – Streiflicht und Norm sind ein anderes Thema, Fakt ist, daß die Plattenstöße generell sichtbar sind, außer es wird die gesamte Oberfläche abermals überputzt oder zugerieben. Wo bleibt dann der Mehrwert? 10) Thema Dampfsperre – Auch ich denke, daß Dampfsperren oft ein Übel darstellen. Sollte die Platte komplett durchgängig sein, so bedarf es keiner Dampfsperre, da ein mögliches Kondensat durch die Platte nach Innen über den Putz abgelüftet werden kann. 11) Montage – Mit enormen Werbeaufwand wird mit schönen hausbauenden Frauen ein einfaches System vorgegaukelt, welches es nicht ist. Die Platten wiegen um die 20 Kilo, was zB. einen Dachbodenausbau schon beim Material heranschaffen, geschweige denn beim über Kopf arbeiten zur leichten Arbeit macht. Das schneiden der Platten gestaltet sich durch den Sandanteil im Putz als Zähne mordend für die Kreissägeblätter und empfiehlt den Kauf eines Megapacks im Baumarkt. 12) Fazit: Vom Grundprinzip nicht schlecht, jedoch viel zu teuer und mit klassischen Lehmbauplattenmängeln behaftet. Weihtrager Michael


  2. Vor den Produkten der Fa. Naturbo möchte ich eher warnen. Die Trockenzeit einer frisch geputzten Wandheizungswand ist sehr kurz, wenn die Wandheizung läuft !Wir geben solche Baustelle nach höchstens 2 Wochen malertrocken ab. Dann sind die Heizungsrohre auch in eine 3cm dicke Lehmputzschicht integriert, mehr Masse . Bei Naturbo liegt das Rohr in eine Dämmplatte geschlitzt, also viel weniger Masse in der Lehmschicht.
    Die Montage ist nicht näher beschrieben ( Wieviel Schrauben etc.). Eine Volldeklaration ist nicht verfügbar.
    Das ganze System ist viel zu teuer. Es gibt schon Lehmheizplatten seit 10 Jahren von der Fa. WEM.
    Eine Rissbildung ist nicht ausgeschlossen, da die Gewebeüberlappung (aus Naturgewebe ??) viel zu gering ist)
    Das Beiputzen der Stoßschlitze ist schwierig ( streiflicht ???). Die Montage einer Dampfsperre an den Außenwänden ist unökologisch und passt überhaupt nicht zu natürlichem Bauen, und macht das System noch teurer. Mit Bautrocknern und Heizgeräten lässt sich ein Lehmputz ebenfalls in wenigen Tagen trocknen,was wenn die Wandheizung läuft sowieso kein Problem ist.Hier wird mit sehr wenig Fachkenntnis argumentiert. Georgios Schade

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