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Lebensgefahr durch Schachtundichtheiten

Die Bewohnerin war bereits einige Male kurz vor der Ohnmacht, Feuerwehr und Rauchfangkehrer wurden verständigt. Ohne eingehender Untersuchung zeigt sich jedoch kein Mangel. Also werde ich mit der Prüfung beauftragt. Mittels Wärmebildkamera zeigen sich im Februar starke raumseitige Abkühlungen, Tests mit Strömungsprüfröhrchen bestätigen vermeintliche Luft- und Windundichtheiten am Lüftungsschacht.

In den Schacht von außen

Bei einem 2. Termin prüfe ich den Kaminschacht mit einer Hohlraumsonde, hierzu muss der Kamin von außen aufgestemmt werden.? Es ergibt sich kurz folgender Sachverhalt: In der nachbarschaftlichen Umgebung befinden sich einige Festbrennstofföfen, hier wird verheizt was brennt. In den Innenhöfen verteilt sich der Rauch bei entsprechender Wetterlage, der gegenständliche Schacht ist außen „windundicht“, Rauch wird in den Schacht gedrückt. Nachdem auch raumseitig Luftundichtheiten vorliegen kommt es zu einer Rauchgasverteilung in die Räumlichkeiten an der Feuermauer.

Rauchgase verteilen sich im Schacht

Hier liegt „Gefahr in Verzug“ vor, es müssen aber alle Wohnungen begutachtet werden, der Schacht wurde einfach nur aufgemauert, und wird dieser Baufehler bei allen Schächten vorliegen. Die spannende Frage stellt sich nun: Müssen alle Schächte saniert werden, und wenn ja wie? Die Wohnungen sind alle luxuriös eingerichtet, verbaut…

Günther Nussbaum-Sekora

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