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Kunden fürchten um ihre Rücklagen – Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Immoinsolvenz: Kunden bangen um Rücklage

Steiermark ORF.at – Ein Grazer Immobilienunternehmen soll über Jahre ohne gewerberechtliche Genehmigung als Makler und Hausverwalter tätig gewesen sein. Das Unternehmen schlitterte in die Insolvenz, nun fürchten Hunderte Kunden um Rücklagen.

Das Unternehmen hatte keine Genehmigung für Hausverwalteraufgaben.

Die Firma vertritt Hunderte Wohnungseigentümer in Graz und Umgebung als Hausverwalter, verfügt laut Gewerbeamt und Wirtschaftskammer aber nur über eine Bauträgerkonzession und über keine Genehmigung für Hausverwalteraufgaben. Etwa zwei Jahre lang soll der Unternehmer aber genau das gemacht haben.

Gollenz: „Wir sind angewiesen auf die Mitteilung von Kollegen oder von Konsumenten.

“ Die Wirtschaftskammer wurde durch einen Werbeauftritt auf den Fall aufmerksam und erstattete Anzeige wegen unbefugter Gewerbeausübung. Nach dieser Anzeige, so der Unternehmer, habe er alle Verwaltungstätigkeiten abgegeben. Dass der Unternehmer nicht kontrolliert wurde, rechtfertigt das Gewerbeamt der Stadt Graz mit den tausenden Gewerbeverfahren – es seien nur stichprobenartige Kontrollen möglich. Das sieht auch Gerald Gollenz, Obmann der Fachgruppe Immobilien in der Wirtschaftskammer so: „Wir machen natürlich Proben, aber grundsätzlich sind wir angewiesen auf die Mitteilung von Kollegen oder auf Mitteilungen von Konsumentenseite.“

Auch das Gewerbeamt appelliert an Wohnungseigentümer, im Zweifelsfall nachzufragen, ob das jeweilige Unternehmen die entsprechenden gewerberechtlichen Genehmigungen hat.

Im Fall dieser Immobilienfirma könnte es aber für viele schon zu spät sein. Als Bauträger ist der Unternehmer vor kurzem in die Insolvenz geschlittert. Viele, die von ihm als Hausverwalter vertreten wurden befürchten, dass die Rücklagen, die für die jeweilige Immobilie gebildet wurden, weg sind bzw. dass der Unternehmer notwendige Zahlungen und Versicherungsbeiträge gar nicht weitergeleitet haben könnte. Zu Recht wie der Fall in einer Wohnsiedlung in Gössendorf zeigt. Hier sollen die Eigentümer durch die Methoden des Unternehmers auf offenen Rechnungen in der Höhe von 35.000 Euro sitzen. 

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