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Giftige Fassadenanstriche belasten die Umwelt

Ohne Gift mit speziellen WDV-Systemen!

Algen wachsen auf allen (Fassaden-)Oberflächen, die über längere Zeiträume nass sind. Pilze dagegen benötigen weniger Feuchtigkeit, aber einen Nährboden. Die Fassade selbst muss keinen Nährboden darstellen, weil Feuchtigkeit und angewehte Nährstoffe für die Besiedlung ausreichen. Bekannt ist, dass auf trockenen Untergründen keine Algen wachsen.

In diesem Artikel erläutert Dr. Uwe Erfuhrt den Giftsumpf bei WDVS-Fassaden und erwähnt auch den Polymergehalt von Oberflächenbeschichtungen. Wer also keine grüne Fassade will, muss bei Polymersystemen (Acrylaten, Silikonen) wiederholt Giftdepots aufstreichen.  Doch sollte man sich über die Umweltbelastung durch biozide Silikonharzfarben bewusst sein!

„PDF“ auch zum Download: Giftige Fassadenanstriche belasten die Umwelt! Von Dr. Uwe Erfurth

Fazit: Eine biozide Ausrüstung von WDVS-Oberflächen verzögert allenfalls den Befall mit Algen + Pilzen, da die Gifte ausgewaschen werden. Dadurch gelangen in Europa jedes Jahr mehrere tausend Tonnen Gifte in die Umwelt. Hydroaktive Oberflächen, wie Silikatfarbe auf saugfähigen Oberputzen trocknen extrem schnell und werden nicht von Algen + Pilzen befallen.

  • Eine Vermeidung des Befalls durch Mikroorganismen ist also auch ohne Gift mit speziellen WDV-Systemen möglich. Planer müssen dazu aber wieder spezielle Details am Bau beachten.

Bauherren können also ohne Nachteile von Architekten, Herstellern und auch Handwerkern giftfreie Wärmedämmung verlangen und haben dann noch den Vorteil, dass solche Systeme besonders langlebig sind, wie die Silikatfarben auf Kirchen und Schlössern längst bewiesen haben. Autor: Dr. Uwe Erfurth; Diplom-Chemiker; ö.b.u.v. Sachverständiger für Anstriche und Putze IfB Institut für Bautenschutz – Der Fachartikel entstand in Kooperation mit SwissBauCo GmbH, Schweizer Baucontrolling.

  Bildquelle: www.swissbauco.com; Dr. Uwe Erfurth;Algen an der Westseite, nicht aber unter dem Dachüberstand 

  Bildquelle: www.swissbauco.com; Dr. Uwe Erfurth;Im Laborversuch kann man feststellen, dass Tauwasser vom kapillar-aktiven Silikatanstrich an den Untergrund, sofern dieser saugfähig ist, weitergeleitet wird, während das Wasser auf der Silikonharzfarbe (Dispersionsfarbe) stehen bleibt.
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