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Billig gekauft ist teuer bezahlt

ÖGB-Präsident Foglar begrüßt Maßnahmen zu fairem Wettbewerb – Bestbieter sollte vor Billigstbieter zum Zug kommen.

Wien (OTS/ÖGB) – Im Rahmen der heute, Dienstag 11.11.2014, im Parlament stattfindenden Enquete zum Thema „Faire Vergabe“ begrüßte ÖGB-Präsident Erich Foglar ausdrücklich jede Initiative, die dazu führt, dass auch öffentliche Auftraggeber innerhalb der EU bei Ausschreibungen auf arbeits-und sozialrechtliche Standards bestehen.

Foglar betonte: „Die Sozialpartner kämpfen gemeinsam für fairen Wettbewerb. Dieser faire Wettbewerb muss möglich sein und darf Unternehmen nicht in den Ruin führen und so Arbeitsplätze vernichten.“ Die EU sollte sich außerdem verbindlich auf das Grundprinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleiche Ort“ einigen.

Sichere Arbeitsplätze durch Gesetz gegen Lohn-und Sozialdumping

Als ersten Erfolg in Richtung fairer Vergaben führte Foglar die erst kürzlich erfolgte Novelle des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes an. „Auch hier haben sich die Sozialpartner gefunden und sich für ein europaweit einzigartiges Gesetz stark gemacht, das regionale Arbeitsplätze sichert und fairen Wettbewerb erleichtert“, erklärte der ÖGB Präsident. Er sehe es jetzt als wesentliche Herausforderung, die gesetzlichen Möglichkeiten auch wirtschaftlicher umzusetzen und künftig Aufträge nur nach dem Best- statt nach dem Billigstbieterprinzip zu vergeben.

„Die Tür ist offen – es liegt an uns, jetzt durchzugehen“, so Foglar. Durch die neue EU-Vergaberichtlinie ergeben sich neue Chancen, nach sozialen, umweltbezogenen und nachhaltigen Aspekten auszuschreiben. Der ÖGB wünsche sich jetzt einen „großen Wurf“, damit fairer Wettbewerb auch zu wirtschaftlichem Erfolg führen kann.

„Billig gekauft ist teuer bezahlt“

Der „Hot Spot“ in Sachen Lohndumping sei sicher das Baugewerbe, erklärte Foglar. Aber auch im Dienstleistungsbereich läge noch vieles im Argen „Es gibt etwa korrekt arbeitende und seriöse Busunternehmen, die laufend Aufträge wegen ein paar Euro verlieren. Auch hier muss sich das Bestbieterprinzip durchsetzen – denn billigst gekauft ist meist teuer bezahlt“, so Foglar abschließend.

www.oegb.at

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