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Absolventen einer Meister- oder Befähigungsprüfung bekommen ein Drittel der Prüfungsgebühren refundiert!

Wichtiger Schritt gegen Fachkräftemangel!

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, mit dem neuen Fördersystem im Rahmen der Meister- und Befähigungsprüfungen. Ab sofort refundiert das Wirtschaftsministerium den Absolventen ein Drittel der Prüfungsgebühren.

  • „Mit dem Bonus setzt die Politik einen wichtigen Schritt zur Förderung unseres Fachkräftenachwuchses“!

Durch die finanzielle Unterstützung würden in Zukunft mehr Gesellen zur Ablegung der Prüfung motiviert und gleichzeitig dem drohenden Fachkräftemangel entgegengewirkt. „Förderungen und Anreize im Bereich Bildung und Qualifizierung sind Zukunftsinvestitionen, die dem Wirtschaftsstandort zu Gute kommen und sich mehrfach bezahlt machen. Gerade in Zeiten der Budgetsanierung gilt es, Fördermittel besonders klug einzusetzen – und hier haben wir ein Best-Practice-Beispiel“, sagt Jank, die seit langem auf die finanzielle Belastung durch Prüfungsgebühren hingewiesen und mehr Fairness bei der Finanzierung der einzelnen Bildungswege gefordert hat. Allein in Wien legen jedes Jahr über 4000 Personen eine Meister- oder Befähigungsprüfung ab und zahlen im Durchschnitt rund 370 Euro Gebühr.

Gleichzeitig spricht sich die Wirtschaftskammer-Präsidentin für eine zeitliche Ausdehnung der Förderung aus, die als Pilotprojekt des Wirtschaftsministeriums vorerst bis Ende 2012 beantragt werden kann: „Um nicht bloß einige kurzfristige positive Effekte zu erzielen, ist es notwendig, dass die Drittel-Refundierung der Prüfungsgebühren über den geplanten Zeitraum hinaus sichergestellt wird.

Nur so ist es möglich, den Fachkräftebedarf der Wirtschaft auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu decken.“ Jank auch für Reform des Schulsystems Grundlage für jede erfolgreiche Fachkräfteausbildung ist aber in allen Fällen eine gute schulische Vorbildung. Jank sieht daher die Politik auch bei der Reform des Bildungssystems gefordert. Viele Betriebe stehen vor dem Problem, dass sich immer weniger Jugendliche für eine Lehre entscheiden und lieber im Schulsystem bleiben bzw. es vielen Lehrstellenbewerbern an Basiskenntnissen in Lesen, Schreiben, Rechnen und mathematisch-technischem Verständnis mangelt. Um so vielen Jugendlichen wie möglich eine betriebliche Ausbildung zu sichern, sie fit für das Berufsleben zu machen und ihnen weiterführende Bildungswege zu eröffnen, schlägt die Wirtschaftskammer Wien daher eine Neuordnung unter dem Titel „Neunte Schulstufe NEU“ vor: Eckpunkte sind eine umfassende Berufsorientierung und -information als Pflichtgegenstand in der 7. Schulstufe, eine Potentialanalyse und die Einführung der Mittleren Reife nach der 9. Schulstufe als aussagekräftiger Qualifizierungsnachweis und als Voraussetzung für alle weiterführenden Bildungswege. „Österreich muss seine bildungspolitischen Hausaufgaben rasch erledigen, damit wir der Jugend ein leistungsfähiges Schul- und Ausbildungssystem bieten können“, so Jank abschließend. Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Wien, Martin Sattler – Presse & Medienmanagement; Tel.: 01 51450-1314; martin.sattler@wkw.at

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